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"Doppelt unsinnig": Greenpeace fordert E-Busse statt Kaufprämie für E-Autos

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Greenpeace: E-Busse fördern statt Kaufprämie für E-Autos

31.01.2016, 13:48 Uhr | dpa

Heutzutage fahren die meisten ÖPNV-Busse mit Diesel. Hier sollte der Staat was tun, meint Greenpeace. (Quelle: dpa)

Heutzutage fahren die meisten ÖPNV-Busse mit Diesel. Hier sollte der Staat was tun, meint Greenpeace. (Quelle: dpa)

Dass der Staat womöglich bald den Kauf von Elektroautos prämieren wird, hält Greenpeace für Unfug. Stattdessen sollte er lieber E-Busse fördern, meinen die Umweltaktivisten.

Der Umweltorganisation schwebt vor, dass mittelfristig die öffentliche Busflotte in Deutschland auf elektrische Antriebe umgerüstet - und dafür die Kfz-Steuer umgebaut wird. Und zwar sollten die Steuervergünstigung für Dieselkraftstoff wegfallen. Dadurch würde der Fiskus sieben Milliarden Euro zusätzlich einnehmen, rechnet Greenpeace vor. Und das Geld könne man in die Umrüstung stecken .

Das schlägt der Verkehrsexperte der Umweltorganisation, Daniel Moser, vor. "Das verbessert nicht nur die Luftqualität in Deutschland, es spart mit zwei Millionen Tonnen CO2 auch weit mehr, als das eine Kaufprämie für E-Autos vermag."

Merkel trifft Auto-Bosse

Anlass: Diese Woche trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Vorstandschefs der Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW zum Thema Elektromobilität. Dabei liegen zur Belebung der immer noch schwachen Nachfrage staatliche Kaufzuschüsse in Höhe von 5000 Euro pro nach Elektroauto auf dem Tisch. Die Bundesregierung erhofft sich laut "Spiegel"-Informationen auch eine Beteiligung der Autoindustrie.

Kaufprämien für E-Autos seien "doppelt unsinnig", sagte Greenpeace-Experte Moser. "Für den Klimaschutz bringen sie wenig, in der Verkehrspolitik sind sie sogar schädlich. Statt Porsche-Fahrern den Kauf einer schweren Hybrid-Limousine zu finanzieren, der für das Klima nichts bringt, sollte die Bundesregierung die schädliche Dieselprämie von sieben Milliarden Euro pro Jahr abschaffen."

Statt den noch immer gesundheitsschädlichen Dieselmotor zu fördern, könnte mit dem Geld eine nachhaltige Verkehrswende angeschoben werden, meint man bei der Umweltorganisation. Diesel wird derzeit geringer besteuert als Benzin.

VW-Skandal als Chance begreifen

Greenpeace fordert generell einen umfassenden Umbau der Kfz-Steuer in Deutschland - auch und gerade mit Blick auf den Klimawandel und die in Paris beschlossenen Ziele zum Weltklima. Der Verkehrssektor sei einer der Hautquellen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Es sei eine "Mobilitätswende" notwendig.

Der Abgas-Skandal bei Volkswagen sei auch eine Chance. Durch einen Umbau der Kfz-Steuer könne ein Ausstieg aus der Dieseltechnologie mit dem Einstieg in die Elektromobilität verknüpft werden.

Quelle: dpa


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