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"Globaler Artenkiller" Klimawandel: Die Rote Liste der bedrohten Tiere wird länger

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Die Rote Liste der bedrohten Tiere wird länger

19.11.2015, 14:23 Uhr | t-online.de

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch ist vom Aussterben bedroht. (Quelle: Reuters)

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch ist vom Aussterben bedroht. (Quelle: Reuters)

Es betrifft bei Weitem nicht nur Leoparden oder Eisbären - und die Lage ist ernst: Über 22.000 Tier- und Pflanzenarten sind akut vom Aussterben bedroht. Die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird immer länger.

Insgesamt 79.800 Arten stehen auf der Liste der Wissenschaftler der IUCN und werden überprüft. Bei 23.250 ist der Bestand sogar bedrohlich zurückgegangen.

Die Naturschützer des WWF kommen aufgrund der jüngsten Veröffentlichung zu dem Fazit, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel zum "globalen Artenkiller" werde. "Das letzte große Massensterben brachte den Untergang für die Dinosaurier. Noch haben wir es in der Hand, die fatale Spirale zu durchbrechen", so der Vorstand von WWF-Deutschland, Eberhard Brandes.

IUCN-Generaldirektorin Inger Andersen richtet knapp zwei Wochen vor dem Weltklimagipfel in Paris einen Appell an die Staaten: "Die Regierungen, die in Paris vertreten sind, müssen alles tun, um ein Abkommen zu erreichen, das stark genug ist, mit dieser Herausforderung fertig zu werden."

Einige Tier- und Pflanzenarten tauchen in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Roten Liste auf:

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch: Er ist beliebt in Sushi und landet deshalb zu oft in Fischernetzen. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch: Er ist beliebt in Sushi und landet deshalb zu oft in Fischernetzen. (Foto: Reuters)

Chamäleons sind stark gefährdet (im Bild: Kinyongia matschiei). Diesen Tieren macht die Zerstörung ihres Lebensraumes zu schaffen. Kinyongia matschiei ist in den östlichen Usambara-Bergen in Tansania beheimatet. (Foto: Brentvanherwegen/Wikimedia Commens)Chamäleons sind stark gefährdet (im Bild: Kinyongia matschiei). Diesen Tieren macht die Zerstörung ihres Lebensraumes zu schaffen. Kinyongia matschiei ist in den östlichen Usambara-Bergen in Tansania beheimatet. (Foto: Brentvanherwegen/Wikimedia Commens)

Neu in der Liste ist auch der Amerikanische Aal. Er wird zunehmend Opfer von Umweltverschmutzung und Klimawandel. Sein Lebensraum liegt in den Seen, Flüssen und Bächen Nord- und Mittelamerikas, von Grönland bis Brasilien. (Foto: "Amerikanischer Aal" von U.S. Fish & Wildlife Service) (Quelle: Neu in der Liste ist auch der Amerikanische Aal. Er wird zunehmend Opfer von Umweltverschmutzung und Klimawandel. Sein Lebensraum liegt in den Seen, Flüssen und Bächen Nord- und Mittelamerikas, von Grönland bis Brasilien. (Foto: "Amerikanischer Aal" von U.S. Fish & Wildlife Service)

Die chinesische Kobra: Ihre Population ist in den letzten 20 Jahren um 30 bis 50 Prozent zurückgegangen. Sie kommt in Süd-Ost-China, Taiwan, Nordvietnam und Laos vor. Gefährdet ist sie vor allem deswegen, weil sie in diesen Ländern als Delikatesse gilt. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Die chinesische Kobra: Ihre Population ist in den letzten 20 Jahren um 30 bis 50 Prozent zurückgegangen. Sie kommt in Süd-Ost-China, Taiwan, Nordvietnam und Laos vor. Gefährdet ist sie vor allem deswegen, weil sie in diesen Ländern als Delikatesse gilt. (Foto: dpa)

Quelle: t-online.de


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