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"Tierfreundlicher" erzeugtes Fleisch bald in Supermärkten;

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"Tierfreundlicher" erzeugtes Fleisch bald in Supermärkten

23.10.2012, 14:12 Uhr | dapd, AFP

"Tierfreundlich" erzeugtes Fleisch - zwischen konventionell und bio. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Tierfreundlich" erzeugtes Fleisch - zwischen konventionell und bio. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Deutsche Verbraucher können bald "tierfreundlicher" erzeugtes Fleisch in einigen Supermärkten kaufen. Ab Januar solle Schweine- und Hühnerfleisch, das durch den Deutschen Tierschutzbund mit dem Siegel "Für Mehr Tierschutz" zertifiziert worden sei, bundesweit in mehreren Filialen liegen, wie die "Welt" berichtet.

Zertifizierung durch den Tierschutzbund

Der Tierschutzbund beginne zeitnah, den ersten Mastbetrieben die Zertifizierung zu erteilen. Ihre Produkte sollen eine Zwischenstufe zwischen konventionell hergestelltem und Biofleisch darstellen und etwa zehn Prozent mehr kosten als konventionell hergestelltes Fleisch.

Kaisers Tengelmann und Coop wollen "tierfreundliches" Fleisch anbieten

"Es geht uns als Tierschutzorganisation nicht darum, den Fleischkonsum und die Intensivtierhaltung zu unterstützen. Solange Fleisch gegessen wird, wollen wir die Produktion und den Konsum zugunsten tierfreundlicherer Alternativen umlenken", sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder der Zeitung. Zwei Handelsketten planten derzeit, das als tierfreundlich gekennzeichnete Schweinefleisch zu verkaufen. Kaisers Tengelmann wolle zunächst in 170 Märkten seine Frischfleisch-Selbstbedienungstheken mit den gekennzeichneten Schnitzeln und Koteletts bestücken. Die Konsumgenossenschaft Coop Kiel plane, in gut 20 seiner Sky-Supermärkte in Kiel das Schweinefleisch in der Frischetheke komplett durch das zertifizierte Fleisch zu ersetzen.

Auch Wiesenhof will bessere Haltungsbedingungen

Bei Masthähnchen laufen derzeit die ersten Zertifizierungen beim deutschen Marktführer Wiesenhof. Dieser lasse sich seine Marke "Privathof" mit dem Label versehen, die heute bereits mit besseren Haltungsbedingungen für die Tiere produziere.

Weniger Tierquälerei

Voraussetzungen für die Zertifizierung sind laut "Welt", dass die Schweine in den Mastbetrieben ein Drittel mehr Platz bekommen als gesetzlich vorgeschrieben und sie Beschäftigungsmöglichkeiten in den Ställen haben. Zudem dürften die Ferkel von den Züchtern nicht betäubungslos kastriert und ihre Schwänze nicht kurz nach der Geburt gekürzt werden. Bei Masthühnern gehöre ebenfalls mehr Platz für das einzelne Tier zu den Voraussetzungen, außerdem müssten die Betriebe weniger schnell wachsende Hühnerrassen verwenden.

Quelle: dapd, AFP


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