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Akkuzeit von Handys: Nie wieder laden

07.02.2013, 11:43 Uhr | kf (CF)

Forscher der University of California haben eine Möglichkeit entdeckt, die Akkuzeit von Handys erheblich zu steigern. Der Bakteriophage M 13 könnte Mobiltelefone künftig durchgehend mit Energie versorgen. Dabei handelt es sich um Virengruppen, die Bakterien fressen.

Viren könnten die Akkuzeit von Handys verlängern

Die US-Forscher der University of California konnten beweisen, dass der Bakteriophage M 13 in der Lage ist, Mobiltelefone durchgehend mit Energie zu füttern. Was auf den ersten Blick wie Science-Fiction klingt, basiert auf dem Prinzip der sogenannten Piezoelektronik. Diese konvertiert mechanische in elektrische Energie und ist bereits in der Mehrzahl der sich im Umlauf befindlichen Mobiltelefone vorhanden. Die Prozedur sieht vor, dass die ins Handy eingebauten Mikrofone Schallwellen in elektrische Ereignisse umwandeln. Dieses wird übertragen und es entstehen Klangwellen.

Smartphone-Akku: Forscher basteln derzeit an Akkus, die sich selbst aufladen. (Quelle: dapd)

Smartphone-Akku: Forscher basteln derzeit an Akkus, die sich selbst aufladen. (Quelle: dapd)

Telefone ohne Schwermetalle

Um die Akkuzeit von Handys zu verlängern, standen Wissenschaftlicher bislang vor der schwierig zu lösenden Herausforderung, ohne Schwermetalle auszukommen, denn die werden für den Vorgang der Piezoelektronik benötigt. Genau an diesem Punkt könnte den Forschern in Kalifornien die entscheidende Wende gelungen sein, denn der längliche Bakteriophage M 13 soll sämtliche Voraussetzungen von Schwermetallen erfüllen. 

Ein Sieg für die Umwelt

Die Gefahr, die Akkuzeit von Handys zu verlängern, sich dafür jedoch mit potenziell gefährlichen Bakterien und Viren auseinandersetzen zu müssen, besteht nicht. Die Viren attackieren ausschließlich Bakterien, während dabei beide Komponenten für den Menschen ungefährlich sind. Umweltschädliche Akkus, Ladekabel oder Steckdose würden damit für den Nutzer entfallen und einen ungemein positiven Effekt auf die Umwelt ausüben.  

Ungeklärte Probleme

Bis dahin gilt es, noch einige Hindernisse zu überwinden, bevor sich jeder Nutzer über eine verlängerte Akkuzeit des Handys erfreuen kann. So muss die Frage geklärt werden, wie sich die Viren außerhalb von Laborräumen verhalten. Ferner gilt es zu beantworten, ob die Phage auch andere Bakterien infizieren kann, sobald sie erst einmal in der freien Umwelt unterwegs ist. Zwar besteht die Möglichkeit, Viren durch UV-Strahlung zu sterilisieren, allerdings wäre ein solches Unterfangen mit hohen Kosten verbunden.

Quelle: kf (CF)


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