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Aldi Süd startet mit neuer Tierwohl-Einkaufspolitik

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Aldi Süd startet mit neuer Tierwohl-Einkaufspolitik

05.02.2015, 15:45 Uhr | feelgreen.de, dpa

In Zukunft setzt Aldi Süd auf mehr Nachhaltigkeit in seiner Einkaufspolitik. (Quelle: dpa)

In Zukunft setzt Aldi Süd auf mehr Nachhaltigkeit in seiner Einkaufspolitik. (Quelle: dpa)

Aldi Süd hat sich einen neuen Öko-Kurs verordnet. Mit veränderter Einkaufspolitik will sich der Discounter für artgerechte und nachhaltige Bedingungen in der Tierzucht einsetzen. Diese Maßnahme gelte "sortimentübergreifend".

Nicht nur im Lebensmittelbereich solle künftig das Wohl der Tiere stärker im Fokus stehen, wie das Unternehmen ankündigte. Auch Textilien, Kleinlederwaren und Schuhe im Angebot sollen nach neuen Richtlinien eingekauft werden.

Grundsatzpapier regelt veränderte Einkaufspolitik

"Aldi Süd übernimmt eine gesellschaftliche Verantwortung für die Einhaltung von tiergerechten und nachhaltigen Haltungsbedingungen", betonte der Discounter in einem Grundsatzpapier zur "Tierwohl-Einkaufspolitik". Aldi Süd untersagt darin unter anderem seinen Lieferanten den Einsatz von Eiern aus Käfig- oder Kleingruppenhaltung bei der Herstellung von Nudeln und Backwaren und bekennt sich zu einer Minimierung des Einsatzes kritischer Fangmethoden bei Fisch- und Meeresfürchten. Bei fleischhaltigen Produkten strebt das Unternehmen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Fleischrohwaren bis hin zur Aufzucht an.

Folgende Prinzipien hebt Aldi Süd im Grundsatzpapier hervor:

  • Unterstützung bei der Entwicklung branchenübergreifender Tierwohl-Standards
  • Förderung nachhaltiger Haltungsbedingungen durch "Good-Practice"-Beispiele
  • Rückverfolgbarkeit
  • Transparenz in der Lieferkette
  • Auditierung und Kontrolle
  • Nachhaltige Sortimentsgestaltung
  • Offener Dialog mit Anspruchsgruppen

Aldi reagiert auf Kritik von Tierschützern

Aldi war im vergangenen Jahr vom Deutschen Tierschutzbund wegen seiner aggressiven Preispolitik bei Fleisch- und Milchprodukten kritisiert worden. Der Deutsche Tierschutzbund sprach damals von einer Dumping-Strategie auf dem Rücken der Tiere. Der Discounter hatte dagegen betont, nur Preissenkungen auf dem Rohstoffmarkt an die Kunden weiterzugeben.

Tierschützer begrüßen nun die neue Ausrichtung. Die Organisation Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wertet die Pläne als wichtiges Signal. Es sei gut, dass Aldi Süd die Maßnahmen schriftlich und öffentlich festgehalten habe, da sich dadurch die Verbindlichkeit für das Unternehmen erhöhe.

Quelle: feelgreen.de, dpa


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