12.01.2012, 13:57 Uhr
Eine Alge, betrachtet unter dem Mikroskop. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Betanken wir unser Auto bald mit Biodiesel aus Algen? Die Herstellung von Dieselkraftstoffen aus den Wasserpflanzen könnte eine Teillösung der Energieversorgungs- probleme sein. Denn Algen gedeihen an vielen Standorten und wachsen besonders schnell. Forscher der Technischen Universität München haben jetzt eine neue Methode entwickelt, Mikroalgen in Treibstoff umzuwandeln.
Treibstoff aus Algen könnte in der Zukunft bei der Lösung der Energieproblemen helfen. Forscher der Technischen Universität München haben eine neue Methode entwickelt, mit dem sich Bio-Öle aus Mikroalgen effektiv in Dieselkraftstoffe umwandeln lassen, wie die Uni nun mitteilte.
Professor Johannes Lercher und sein Team vom Department Chemie in Garching stellten ihr Verfahren in der Zeitschrift "Angewandte Chemie" vor. Versuche zur Herstellung von Bio-Treibstoff aus Algen laufen derzeit weltweit, da Algen fast überall angebaut werden können und besonders schnell wachsen – auch in Industrieabwässern.
Die bisherigen Ansätze zur Gewinnung von Öl aus Mikroalgen seien aber derzeit auch mit verschiedenen Nachteilen behaftet. Unter anderem habe der entstehende Treibstoff einen zu hohen Sauerstoffgehalt und schlechte Fließeigenschaften bei niedrigen Temperaturen.
Die Münchner Wissenschaftler schlagen nun ein neues Verfahren vor, für das sie einen neuartigen Katalysator aus Nickel auf einem porösen Trägermaterial verwendeten. "Als Produkt entstehen gesättigte Kohlenwasserstoffe im Dieselbereich, die sich als hochwertige Kraftstoffe für Fahrzeuge eignen", sagte Lercher. Die Reste der Algen aus der Treibstoffproduktion könnten als Dünger für weiteres Algenwachstum verwendet werden.
Das Projekt wurde vom Luft- und Raumfahrtkonzern EADS unterstützt. Vor zwei Jahren war auf der Internationalen Luftfahrtmesse ILA in Berlin erstmals ein zweimotoriges Flugzeug mit Biokraftstoff aus Mikroalgen gestartet. Nun müssten Wege gefunden werden, die Energiegewinnung aus Algen auch wirtschaftlich zu machen, sagte EADS-Sprecher Gregor von Kursell.
Quelle: dpa
wa schrieb:
am 13. Januar 2012 um 23:56:51
Biodiesel
Ja nicht voreilig auf den Markt pressen ... erst mal sicher stellen, dass die Motoren den Sprit aushalten ... sowie ne echte
Aufklährung machen, damit der Verbraucher sich sicherer fühlen können. Hoffe nur, dass es nicht wieder ne Preistreiberei beim Treibstoff hervorruft.
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Roehni01 schrieb:
am 13. Januar 2012 um 21:38:32
Algensprit
Die Scheichs werden das Patent aufkaufen und so lange zurückhalten, bis das Öl endgültig alle ist ! Dann wird damit Geld
verdient !
Schon geschehen bei 1- oder 2 Liter-Autos (Motoren), oder wundert sich niemand darüber, das die KfZ trotz neuester Technik den Sprit wie vor 30 Jahren schlucken !
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Schlonz schrieb:
am 13. Januar 2012 um 20:38:10
Haha
"Nun müssten Wege gefunden werden, die Energiegewinnung aus Algen auch wirtschaftlich zu machen, sagte EADS-Sprecher Gregor von
Kursell."
Nun, wie jede andere gruene Technologie wird man es mit Milliarden und Abermilliarden subventionieren.
Uebrigens erwaehnt der Artikel das Hauptproblem nicht; den hohen Wassergehalt, der mithin energieintensive Trocknung notwendig macht. Wie ueblich wird man auch bei dieser idiotischen Idee am Ende 2 Teile Energie hineinstecken, um ein Teil herauszubeko
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