17.02.2012, 12:12 Uhr | bas
Auf den Philippinen werden die Häuser der Slums jetzt mit einem Liter Wasser beleuchtet: Die Menschen wohnen hier in meist illegal errichteten Vierteln am Rande der Städte in dunklen, zusammengeschusterten Hütten. Viele von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze, haben weder Schulbildung noch einen Job und haben somit auch kein Geld um Strom zu bezahlen. Natürlich möchte niemand den ganzen Tag nur in einer finsteren Hütte verbringen, daher halten sich die Menschen meist außerhalb der Unterkünfte auf. Doch das düstere Leben hat jetzt ein Ende. "Ein Liter Licht" – so der Name einer Aktion auf den Philippinen, bringt nun im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel, wie "spiegel.de" berichtet. Benötigt wird eine alte Plastikflasche, ein Liter Wasser und Bleichmittel – fertig ist die Glühbirne, die tagsüber in den dunklen Behausungen Licht spendet.
Seit März diesen Jahres stecken diese Solar-Flaschen-Lampen in vielen Wellblech-Decken der Armensiedlungen. Wenn tagsüber die Sonne scheint, spendet die Konstruktion so viel Licht wie eine 50-Watt-Glühbirne, verbraucht aber nicht das geringste bisschen Strom. Das Prinzip ist ganz einfach: Eine Ein-Liter-Plastikflasche wird mit Wasser und Bleiche gefüllt.
Das Bleichmittel verhindert die Algenbildung im Wasser und hält somit die Glühbirne über lange Zeit sauber. Wird die Flasche in ein Dach montiert, leitet sie das Sonnenlicht ins Innere des Gebäudes. Das Licht wird im Wasser horizontal und vertikal gebrochen und so strahlt die Solar-Flaschenlampe wie eine Glühbirne in alle Richtungen.
Studenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelten für die Ärmsten der Armen die Solar Bottle Bulb – also die Solarglühbirnenflasche. Für die Bewohner ist das eine günstige und effektive Methode ihre Häuser mit Licht auszustatten. Finanziert wird die Solarbeleuchtung von den Gemeinden, nur eine Plastikflasche müssen die Slumbewohner selbst besorgen. Doch das dürfte bei der Flut von Plastikflaschen in den Straßen der Stadt kein Problem sein. Wasser, Bleichmittel, Dichtmaterial und eine Wellblechschelle werden gestellt.
Und sogar die Energiefirmen des Landes unterstützen das Projekt. Das scheint logisch, denn früher haben die Bewohner der Armenviertel tagsüber Strom genutzt, konnten ihn aber nicht bezahlen. Mit der kostenlosen Beleuchtung müssen sie nur noch für den Strom bei Nacht zahlen". Eine pfiffige Idee, von der in Zukunft bestimmt auch viele andere Armutsopfer profitieren werden.
Quelle: feelgreen.de
kalle schrieb:
am 22. November 2011 um 11:54:14
hat nich funktoniert
Hab versucht die Sonne einzufangen, aber nachts waren die Flaschen auch dunkel.
Schilda ist auch bei uns noch lebendig!
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Enkel schrieb:
am 22. November 2011 um 11:26:48
OMAs Opas Licht aus der Flasche
@OMA: Mit Glasflaschen geht das natürlich auch. *g*
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hh schrieb:
am 22. November 2011 um 11:20:17
Licht aus der Flasche
Vielen Dank für den Artikel. Jetzt habe iich vor den kalten Winter ohne Wind keine Angst mehr. Ein guter Tipp für
deutsche Haushalte, denn sie sind nicht so arm wie auf den Philippinen, aber sie werden ohne Strom da stehen. Von jetzt ab geht jede Plastikflasche mit Warmwasser abgewaschen ins Lager und wird haushaltlich wieder verwendet. Ja, wer keine Probleme hat, der schafft sich welche.
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