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Artgerechte Tierhaltung in der Öko-Landwirtschaft

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Artgerechte Tierhaltung in der Öko-Landwirtschaft

08.12.2011, 10:23 Uhr | fk (CF)

Bio-Fleisch und artgerechte Tierhaltung erhalten immer mehr Zuspruch. Aber wissen Sie auch, auf was die Öko-Landwirtschaft dabei achtet und welche Vorteile Bio-Fleisch hat?

Artgerechte Tierhaltung im Trend

In Deutschland gibt es über 20.000 Betriebe, die Öko-Landwirtschaft betreiben. Sie alle halten ihre Tiere artgerecht, den Tieren bleiben Schmerzen und Stress erspart. Das macht das Fleisch zwar teurer, hat aber viele Vorteile – für die Tiere, aber auch für Sie als Verbraucher. Nicht zuletzt schmeckt Bio-Fleisch in der Regel besser.

Öko-Landwirtschaft: So sieht sie aus

Aber was bedeutet eigentlich artgerechte Tierhaltung? Was muss ein Bauer beachten, damit seine Produkte ein Bio-Gütesiegel erhalten?

Die Regeln beginnen bei der Aufzucht der Tiere: Kälber müssen beispielsweise mindestens drei Monate lang mit Milch gefüttert werden. Später muss bei der Fütterung der Rinder der Anteil an Gras und Heu mindestens 60 Prozent betragen. Schnelles Mästen ist bei artgerechter Tierhaltung tabu. Außerdem können sich die Tiere in ihren Ställen ausreichend bewegen und bekommen Auslauf im Freiland.

Tiertransporte dürfen in der Öko-Landwirtschaft nicht länger als 4 Stunden dauern – eine viel strengere Regelung als in der konventionellen Tierhaltung, wo die Tiere doppelt so lange transportiert werden dürfen.

Fleisch aus artgerechter Tierhaltung schmeckt besser

Aber was macht das Fleisch von Tieren aus der Öko-Landwirtschaft schmackhafter? Artgerechte Fütterung und Muskelaktivität erhöhen den Anteil an intramuskulärem Fett. Dieses wiederum macht das Fleisch zart und saftig.

Zweiter Vorteil artgerechter Tierhaltung: Die Öko-Landwirtschaft kommt ohne Antibiotika, leistungsfördernde Produkte oder Tiermehl aus. Wir essen diese Stoffe somit nicht mit dem Fleisch mit.

Artgerechte Tierhaltung: Hier bekommen Sie das Fleisch

Direkt vom Bauernhof ist das Bio-Fleisch am günstigsten, weil Sie so den Transport in den Supermarkt nicht mitbezahlen und kein anderer als der Bauer selbst mitverdient. Meist müssen Sie aber größere Mengen abnehmen, wenn Sie direkt ab Hof kaufen wollen.

Zweite Möglichkeit: Sie kaufen beim Bio-Metzger, der meist selbst schlachtet und ebenfalls beste Fleisch-Qualität aus Öko-Landwirtschaft garantiert.

Wer sein Fleisch im Supermarkt kauft, sollte auf Bio-Gütesiegel wie das EU-Biosiegel achten. Noch weiter geht der Bioland-Verband. Wer sein Fleisch unter diesem Namen verkaufen will, muss sich an noch strengere Richtlinien halten als diejenigen, die sich an der EG-Öko-Verordnung orientieren. 

Quelle: fk (CF)



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