28.09.2011, 08:12 Uhr | dpa
Düngemittel aus menschlichen Fäkalien lässt neues Leben entstehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Energie lässt sich nicht nur aus fossilen Brennstoffen oder Naturgewalten produzieren - auch menschliche Fäkalien können zur Energiegewinnung verwendet werden. Was zunächst wie ein Scherz klingt, ist alles andere als ironisch gemeint. Denn Studenten der TU Berlin haben ein Verfahren entwickelt, mit dem man aus menschlichem Unrat Biokohle produzieren kann. Ein erster Einsatzort für die neue Kohle ist bereits gefunden.
Getestet wird das neu gewonnene "Naturprodukt" in Tansania. Die Kohle diene als Düngemittel für die Felder und sei wegen ihrer porösen Eigenschaften gut als Wasserspeicher und Erosionsschutz geeignet, so die Macher. Mit der neuen Technik sollen die Fäkalien, die bislang oft ungereinigt in die Umwelt gelangen, hygienisch aufbereitet und bei hoher Temperatur verkohlt werden.
Diese sogenannte Karbonisierung soll an Biogasanlagen gekoppelt werden, die die Studenten ebenfalls entwickelt haben. Die Restsubstrate der Anlagen werden, wie die Studenten erklären, mit den aufbereiteten Fäkalien gemischt und dann weiterbearbeitet. Die dazu nötige Wärme komme aus der Biogasanlage.
Die Arbeit der Berliner "Ingenieure ohne Grenzen" konzentriert sich seit 2006 auf die Region Kagera in Tansania. In Zusammenarbeit mit der Organisation "Mavuno Project" haben sie verschiedene Projekte zur Wasser- und Energieversorgung realisiert.
Quelle: dpa
moselaner schrieb:
am 16. Januar 2012 um 18:28:58
biokohle
Schade, dass man für solch einen "Mist" Wissenschaftler braucht, um so etwas festzustellen.
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Thomas K. schrieb:
am 6. Dezember 2011 um 12:51:02
Mist-Abfall- Brennstoff-Wertstoff
Aus Mist und diversen Abfällen, wie z.B . Gärreste, Klärschlamm, Grünabfall,Schlachtabfällen usw.
machen wir durch eine effiziente Trocknung , bei ca. 300 Grad Hygienisierte Wertstoffe. siehe eta-1.de.
Bei Fragen einfach melden!! Es gibt viel zu tun, fangen wir an!!
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wolfi schrieb:
am 4. Dezember 2011 um 16:45:19
Mistbrennstoff
Fragen Sie mal Beduinen was die mit ihrem Kamelmist machen und das schon Jahrtausende.
Intelligente Forscher haben wir scheinbar erst seit heute.
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