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Bodenbelag aus Linoleum: Besser als sein Ruf

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Linoleum ist besser als sein Ruf

03.05.2012, 10:45 Uhr | iw (CF)

Viele von uns verbinden Bodenbelag aus Linoleum mit dem Krankenhaus oder der Stadtverwaltung. Dabei kann er eine durchaus ansehnliche und umweltfreundliche Alternative zu Holz & Co. darstellen.

Linoleum kommt von Leinöl

Linoleum wurde bereits 1860 durch den englischen Chemiker Frederick Walton entwickelt. Der Name kommt vom Leinöl (lat. „Linum“ für Leim und „oleum“ für Öl), dem wichtigsten Bestandteil des umweltfreundlichen Bodenbelags. Daneben werden auch natürliche Harze, Kork-, Holz- und Kreidemehl verwertet. Als Farbstoffe kommen Erd- oder Mineralfarben zum Einsatz.

Linoleum ist besser als sein Ruf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Linoleum ist besser als sein Ruf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Umweltfreundlich und modern

Kurzum: Ein Bodenbelag aus Linoleum besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und ist damit deutlich umweltfreundlicher als beispielsweise Echtholzparkett aus der Eiche. Formaldehyd, Weichmacher, chemische Farbstoffe oder Lösemittel werden nicht verwertet.

Nicht zuletzt durch den jahrzehntelangen Siegeszug von PVC-Böden ging die Linoleum-Produktion weltweit deutlich zurück. Heute gibt es weltweit nur noch vier Werke, die Linoleumplatten herstellen. Die wenigen noch verbliebenen Anbieter bieten meist moderne Designs und ansprechende Farben an, sodass Linoleum mit seinem Ruf von einst nichts mehr zu tun haben muss.

Vorteile von Linoleum

Ein großer Vorteil bei Bodenbelägen dieser Art ist ihre glatte Oberfläche. Dadurch wird die Pflege des Bodens vor allem in der Küche deutlich erleichtert. Ein gut verlegter Bodenbelag aus Linoleum ist sehr widerstandsfähig und weist beispielsweise Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze in ihre Schranken.

Auch Bürostühle und Beine eines schweren Regals oder Schranks können der Oberfläche nichts anhaben. Beim Preis-Leistungsverhältnis ist ein Bodenbelag dieser Machart meistens vorne dabei.

Verlegung nur durch Fachmann

Im Gegensatz zum Korkboden eignet sich Linoleum allerdings nicht für den Einsatz im Badezimmer, da die Oberfläche bei größerer Feuchtigkeitseinwirkung aufquillt und die Form verliert. Ein weiterer Nachteil ist die vergleichsweise komplizierte Verlegung beziehungsweise Verklebung. Deutlich einfacher sind Klick-Linoleumböden, die schwimmend verlegt werden können.

Quelle: iw (CF)


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