29.01.2012, 12:19 Uhr
Der Stör soll durch ein Verbot in Bulgarien vor der Ausrottung geschützt werden. (Quelle: imago)
Der Kaviar zählt zu den beliebtesten Delikatessen weltweit. Bis zu 6000 Euro kann ein Kilo der begehrten Fischeier kosten. Die Jagd nach dem Kaviar hat den Stör allerdings schon so gut wie ausgerottet. Auch das Fleisch und die Haut werden weiter genutzt. Jetzt kann nur noch ein Verbot dem dramatischen Rückgang der Knochenfische Einhalt bieten. Bulgarien folgt nun den Schutzmaßnahmen des Nachbarlandes Rumänien und verhängt ein Moratorium.
Die bulgarischen Behörden haben ein vierjähriges Fangverbot für Störe in der Donau und dem Schwarzen Meer bekannt gegeben. Auch der Handel mit Kaviar von wildlebenden Stören ist nun für vier Jahre untersagt. Rumänien hatte bereits 2006 die Störfischerei für zehn Jahre untersagt. Die Umweltschutzorganisation WWF bezeichnete das Moratorium als "Silberstreifen am Horizont" für das langfristige Überleben der Fische in der Donau, deren Eier eine weltweit begehrte Delikatesse sind. Bulgarien und Rumänien beheimaten als einzige Länder in der Europäischen Union noch überlebensfähige Bestände wildlebender Störe.
"Die Überfischung der Störe für den illegalen Handel mit dem hochpreisigen Kaviar ist die größte Bedrohung für das Überleben der raren Fische", berichtet Jutta Jahrl, Störexpertin des WWF. "Nur wenn das Fangverbot auf beiden Seiten des Flusses gilt, haben die Donaustöre eine Überlebenschance."
Mit dem formellen Schutz der Störe sei es jedoch noch nicht getan, so der WWF. Dieser muss auch entsprechend kontrolliert und vollzogen werden. Bulgarien und Rumänien seien daher dazu aufgerufen, illegalen Fang, Schmuggel und Handel zu unterbinden und konkrete Maßnahmen für die Rettung der Störe zu unterstützen. Auch Eingriffe in den Lebensraum, unter anderem für Wasserkraftwerke, seien eklatante Gefährdungsursachen. Staudämme wie jene am Eisernen Tor zwischen Serbien und Rumänien stellten unüberwindliche Barrieren dar und behinderten die Laichwanderungen der Störe völlig.
Kaviar zählt zu den teuersten tierischen Lebensmitteln weltweit. Der kostbarste Kaviar aller Donaustöre stammt vom Beluga oder Hausen, der früher sogar in Wien gefangen wurde. Bis zu 6000 Euro pro Kilogramm werden dafür bezahlt. Bereits fünf von sechs Arten in der Donau seien vom Aussterben bedroht.
Der WWF Bulgarien hat ein großangelegtes Projekt gestartet, in dem unter anderem Lebensräume der Donaustöre gezielt geschützt und nachgezüchtete Störe ausgewildert werden. "Umso mehr begrüßen wir den Schulterschluss Bulgariens mit Rumänien", lobt Vesselina Kavrakova, Leiterin des WWF Bulgarien, den aktuellen Beschluss.
In Wien fand in der Vorwoche ein Treffen von Störexperten und Behördenvertretern statt, die einen Aktionsplan zum Schutz der Donaustöre umsetzen wollen. Dieser Aktionsplan wurde 2005 unter Koordination des WWF Österreich erstellt. Die "Sturgeon Task Force" soll sich nun in regelmäßigen Abständen treffen und Schutzmaßnahmen vorantreiben.
Quelle: WWF
Kabelsau schrieb:
am 1. Februar 2012 um 17:38:43
Stör
Was Verboten? Da lachen die Bulgaren nur..von was solln se leben?
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Hansi schrieb:
am 1. Februar 2012 um 10:31:08
Fischeier
Liebe Genossen, wer isst schon gerne Fischeier.
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Maybach schrieb:
am 31. Januar 2012 um 09:50:53
Kaviar
Auch wenn ich keinen Maybach vor der Tür habe, so sind mir doch ein paar Geschmacksknospen gewachsen, kann also die Aufregung nicht
verstehen. Es ist schon göttlich, irgendwann mal eine Auster zu schlürfen, ein Glas Chablis dazu .., , ein paar Kaviarhäppchen möglichst Beluga Mallosol ( bedeutet wenig gesalzen )und girgisischen Wein,in Tirol einen Jagatee in einer Baude zu genießen ( Wirkung - aber Hallo !), in Frankreich Schnecken mit Kräuterbutter und Weißbrot,
man muß das Genießen wollen !!!
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