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Defekte Haushaltsgeräte selbst reparieren oder reparieren lassen?

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Defekte Haushaltsgeräte selbst reparieren oder reparieren lassen?

27.03.2014, 09:15 Uhr | sk (CF)

In unserer modernen Einweg- und Wegwerfgesellschaft erscheint die Idee, defekte Haushaltsgeräte zu reparieren, anstatt sie einfach durch neue zu ersetzen, so antiquiert, dass sie schon wieder revolutionär ist. Denn dadurch lässt sich nicht nur viel Geld sparen, sondern vor allem die Umwelt schonen.

Defekte Haushaltsgeräte: Erster Ansprechpartner

Wenn Waschmaschine, Spülmaschine oder der Kühlschrank den Geist aufgeben, ist guter Rat teuer. Einen professionellen Reparaturservice in Anspruch zu nehmen, kostet viel Geld, erscheint den meisten Menschen aber neben dem direkten Entsorgen der Geräte als einzige Möglichkeit, wieder saubere Wäsche, sauberes Geschirr oder gekühlte Lebensmittel zu bekommen. Bei Markengeräten ist dies meist unproblematisch: Ein Anruf beim Kundendienst genügt und schon macht sich ein Servicemitarbeiter auf den Weg zu Ihnen nach Hause – zumindest, wenn es sich um moderne Geräte handelt, die schnell repariert oder mit einem Ersatzteil versehen werden können. Solange auf dem Gerät noch Garantie ist, ist dieser Service sogar umsonst. Bei älteren Fabrikaten gestaltet sich das Ganze schon schwieriger. Hier müssen Sie in der Regel einen unabhängigen Dienstleister beauftragen, defekte Haushaltsgeräte zu reparieren. Das dauert in der Regel lange und kann teuer werden.

Selbst reparieren? Sicherheit geht vor!

Dabei können Sie kleine Defekte auch selbst reparieren. Anleitungen gibt es auf den Service-Seiten der Hersteller oder in Foren beziehungsweise auf entsprechenden Heimwerkerportalen im Netz. Voraussetzung ist aber, dass Sie handwerkliches Geschick haben und Grundkenntnisse mit Elektronik besitzen. Im Zweifel sollten Sie sich lieber an einen Fachmann wenden – vor allem, wenn es sich um Starkstrom wie bei einem Elektroherd handelt! Ansonsten können defekte Haushaltsgeräte einen Brand auslösen oder Ihnen einen Schlag versetzen. Sicherheit geht vor!

Kleinere Geräte können Sie auch sehr gut in sogenannte Repair Cafés bringen. Hier können Sie unter Anleitung von ehrenamtlich tätigen Elektronik-Experten den kaputten Toaster, Fön oder Wecker selbst reparieren. Dadurch lässt sich die Nutzungsdauer von Geräten erhöhen und Abfall vermeiden – gleichzeitig erwerben Sie technisches Know-how.

Wo entsorgen, wenn nichts mehr geht?

Wenn Sie keine Möglichkeit mehr sehen, defekte Haushaltsgeräte zu reparieren, sollten Sie sie zumindest fachgerecht entsorgen. Alle Geräte, die mit Strom aus Solarzellen, Batterien oder Strom aus der Steckdose betrieben werden, dürfen ebenso wenig wie Neonröhren oder Energiesparlampen in die Restmülltonne. Sie müssen zu Wertstoffhöfen gebracht oder über den Sperrmüll entsorgt werden. Grund: Die enthaltenen Substanzen wie Blei, Quecksilber, Cadmium und andere Stoffe können Umwelt und Mensch gefährden.

Quelle: sk (CF)



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