26.10.2012, 15:07 Uhr | AFP, dpa
Der Wild-Apfel ist der Baum des Jahres 2013. Das gab die "Baum des Jahres-Stiftung" bekannt. (Quelle: dpa)
Der unauffällige Wild-Apfel ist der Baum des Jahres 2013. Das gab die "Baum des Jahres-Stiftung" im bayerischen Marktredwitz bekannt. Das auch unter seinem volkstümlichen Namen Holz-Apfel bekannte Gewächs sei eine "besonders schöne, aber bis auf den Blütezeitraum unscheinbare" und vom Menschen fast vergessene Wildobstbaumart, erklärte die Jury.
Die Pflanze gehöre zu den seltensten heimischen Baumarten, sei stark gefährdet und stehe meistens unauffällig im Wald oder am Waldrand.
Der Baum mit der lateinischen Fachbezeichnung "Malus sylvestris" wächst den Angaben der Stiftung zufolge in fast ganz Europa, kann sich natürlicherweise aber nur schwer gegen andere Wildbäume durchsetzen und ist daher selten. Meist steht er einzeln oder in kleinen Gruppen, in Deutschland kommt er noch in einigen intakten Auwaldresten an Oberrhein und Mittelelbe sowie in einigen Mittelgebirgen wie dem Erzgebirge und der Schwäbischen Alb vor.
Der Wildapfel sei unter Naturschutzgesichtspunkten als "hochrangig wertvoll" einzustufen. Zu seinem Erhalt benötige er aber unbedingt menschliche Hilfe, betonte die Stiftung.
Der Name Holz-Apfel rührt von seinen kleinen, in rohem Zustand ungenießbar harten und herben Früchten her. Diese erinnern zwar an normale Äpfel, haben mit den bekannten Kulturäpfeln allerdings biologisch nichts zu tun. Die Kulturäpfel stammen nicht vom europäischen Wild-Apfel ab, sondern von dessen asiatischen Verwandten.
Die gelblich-grünen Früchte des Holz-Apfels könnten allerdings gedörrt oder gekocht gegessen werden und seien dann sehr aromatisch, erläuterte die Stiftung. Sie ist aus dem Verein Baum des Jahres hervorgegangen, der seit 1989 jährlich einen Baum auszeichnet.
Übersicht: Die Bäume des Jahres seit 2003
2013: Wildapfel
2012: Europäische Lärche
2011: Elsbeere
2010: Vogelkirsche
2009: Bergahorn
2008: Walnuss
2007: Waldkiefer
2006: Schwarzpappel
2005: Rosskastanie
2004: Weißtanne
2003: Schwarzerle
Quelle: AFP, dpa
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