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Deutschland: Eier aus der illegalen Käfighaltung im Umlauf

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Illegale Eier aus Käfighaltung im Umlauf

26.01.2012, 10:21 Uhr | feelgreen.de

In vielen Produkten verstecken sich illegale Eier aus qualvoller Käfighaltung.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In vielen Produkten verstecken sich illegale Eier aus qualvoller Käfighaltung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Seit 2012 ist die Käfighaltung in Europa verboten. In den Lebensmittelgeschäften gibt es also keine Eier aus dieser problematischen Tierhaltung – eigentlich. Denn in vielen Ländern gibt es die qualvolle Käfighaltung nach wie vor. Millionen Tiere leben noch immer auf engstem Raum in riesigen Massenställen. Die Eier, die diese Tiere legen, sind ebenso illegal wie die Käfighaltung. Dennoch kommen sie versteckt auf den Markt – auch in Deutschland.

Illegale Käfighaltung

Nach Recherchen des ZDF-Magazins Frontal 21 landen immer noch Millionen illegale Eier aus Käfighaltung auf dem deutschen Markt. Mit einer Übergangsfrist von zwölf Jahren wurde den europäischen Legehennen-Haltern viel Zeit eingeräumt, um ihren Tieren neue, geräumigere Ställe zu bauen. Deutschland schaffte die Käfighaltung sogar schon im Jahr 2000 ab. Seit diesem Jahr sind die tierquälerischen Batterieställe in der EU nun endgültig verboten, doch 14 Länder ignorieren die Verordnung mehr oder weniger.

Eier aus Käfighaltung werden trotzdem verkauft

Demnach leben immer noch mehr als 47 Millionen der rund 350 Millionen Legehennen nach offiziellen Angaben der EU in dieser Haltungsform. Deren Eier sind illegal, werden aber trotzdem verkauft – der Verbraucher merkt davon nichts. Wer im Supermarkt zu einem Eierkarton greift, kann anhand der aufgedruckten Zahlen (0 steht für Biohaltung, 1 ist Freilandhaltung, 2 bedeutet Bodenhaltung und 3 Käfighaltung) leicht erkennen aus welcher Haltungsform die Schaleneier stammen.

Die Eier verstecken sich in Nudeln und Remoulade

Allerdings werden 40 Prozent aller produzierten Eier direkt weiterverarbeitet und landen unter der Bezeichnung Frischei oder Eipulver in Nudeln, Gebäck und Süßigkeiten. Woher diese verarbeiteten Eier stammen, wird nicht gekennzeichnet. So kann der Verbraucher nicht feststellen, ob sich in seinen Spaghetti illegale Käfigeier verstecken.

Vertragsverletzungsverfahren stehen an

Diese könnten beispielsweise aus Italien stammen. Dort leben laut EU noch 18 Millionen Legehennen in der Käfighaltung, in Portugal sind es drei und in Polen vier Millionen. Damit soll nun Schluss sein: Verbraucherschutzkommissar John Dalli kündigte an, die Kommission werde in den kommenden Tagen Vertragsverletzungsverfahren gegen EU-Mitglieder einleiten, die die alten Batteriekäfige trotz geltender Gesetze nicht abgeschafft haben. "Ich verspreche, dass ich durchgreifen werde", sagt er dem ZDF-Magazin Frontal 21.

Quelle: greenpeace magazin

Quelle: feelgreen.de


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