03.02.2012, 15:44 Uhr | Peter Steinhauer
Die "Greenkitchen 2.0" von Bauknecht hilft beim Sparen von Energie und Wasser. (Quelle: Bauknecht)
Kochen, backen, abwaschen: Nirgendwo sonst im Haushalt verbrauchen wir so viel Energie und Wasser und produzieren so viel Müll wie in der Küche. Höchste Zeit also, dass sich auch die Hersteller Gedanken um eine umweltfreundliche Küche machen. Intelligente Geräte und neue Technologien sollen beim Energiesparen helfen. Erste Konzepte gibt es bereits.
Die "Greenkitchen 2.0" von Bauknecht zum Beispiel präsentiert einige Ansätze dafür, wie wir in der Küche der Zukunft Ressourcen effizienter einsetzen können. Das Unternehmen hat das Projekt im Jahr 2006 gestartet und möchte nun mit der Umsetzung in den Markt beginnen. Der Küchenprototyp verfügt über einen thermischen Sonnenkollektor, der selbst im Winter das Wasser für die Spülmaschine aufheizt.
Das verbrauchte Wasser wird in einem Tank aufgefangen, dort gefiltert und geht dann in das System zurück. Beim Backofen hat Bauknecht ein Patent für die Anwendung der elektromagnetischen Induktionstechnologie angemeldet. Damit lassen sich nach Angabe des Herstellers 30 Prozent der Energie sparen.
Eine komplette Neuentwicklung in der "Greenkitchen 2.0" ist der ebenfalls per Induktion betriebene H2O Cooker. "Ich nenne ihn den eingebauten Multifunktions-Kochtopf. Er kann simmern, dämpfen, kochen und zieht sich dabei mithilfe eingebauter Sensoren direkt aus dem Wassernetz die Menge an Wasser, die er für das Lebensmittel braucht", erklärt Marten van der Mei von Bauknecht.
Nach dem Kochprozess entzieht der Apparat dem eingebauten Topf automatisch das übrig gebliebene Wasser und führt es zurück in den Verwertungstank unter der Küche. Gerade diese Verbindung von Geräten hält van der Mei für den entscheidenden Fortschritt: "Vor allem durch den Einsatz von symbiotischen Haushaltsgeräten, die voneinander profitieren, können wir noch größere Einsparungen erzielen."
Ein weiteres Beispiel zeigt, wie in Zukunft die Menschen in der Küche mit dem anfallenden Müll umgehen. Das Designbüro Faltazi aus Frankreich hat bei seinem Prototypen Ekokook ein komplettes Recyclingsystem in die Küche integriert. Organische Abfälle werden in einem geschlossenen Küchenfach von lebenden Würmern zu Kompost verarbeitet. Mit dem Kompost kann der Koch Pflanzgefäße befüllen und dort Kräuter heranzüchten.
Auch das Wasser geht nicht in die Kanalisation, sondern wird aufgefangen und für die Bewässerung der Minigärten verwendet. Der trockene Müll kann an Ort und Stelle sortiert, mechanisch zerkleinert und zu Briketts gepresst werden. Die Beispiele zeigen, wie effizient der Umgang mit Abfall, Wasser und Energie beim Kochen einmal werden kann. Die grüne Küche wird zwar noch einige Zeit brauchen, bis sie massentauglich geworden ist. Doch immerhin sollen erste Geräte aus der Bauknecht "Greenkitchen 2.0" bereits 2012 oder 2013 auf den Markt kommen.
Quelle: Raufeld
Potzblitz schrieb:
am 25. Dezember 2011 um 15:30:51
Zukunft ohne Kochtöpfe
Die Küche der Zukunft besteht doch ausschliesslich aus einer Mikrowelle in der man dass gekaufte und fertig gegarte Menue aufwärmt.
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Mario schrieb:
am 25. Dezember 2011 um 14:07:21
Future-Küche
Aus den kleinen Würmchen kann man doch sicher auch eine leckere Suppe Kochen, oder? Hmmm..........
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Orti schrieb:
am 25. Dezember 2011 um 14:00:56
Öko
Wenn ich mir ein solches System aufdrängen ließe, werde ich wieder draußen am Bach mit einer Feuerstelle mein Leben genießen.
Niemals solch einen Quatsch mitmachen.
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