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EG-Öko-Verordnung - Mindestvoraussetzungen für Bio-Qualität

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EG-Öko-Verordnung: Mindestvoraussetzungen für Bio-Qualität

10.11.2011, 10:28 Uhr | in (CF)

Die EG-Öko-Verordnung soll Verbrauchern in Europa den Einkauf von Lebensmitteln und anderen Produkten erleichtern. Bio-Qualität lässt sich wegen der einheitlichen Kennzeichnung schneller erkennen als früher.

EG-Öko-Verordnung bringt Konsumenten Klarheit

Lange hatten es Verbraucher schwer, wenn sie umweltbewusst Produkte kaufen wollten. Denn nicht überall, wo Begriffe wie „Öko“ oder „Bio“ draufstanden, konnte man sicher sein, dass genau dies auch drin war. Durch die sogenannte EG-Öko-Verordnung ist mittlerweile sichergestellt, dass Konsumenten besser gegen Täuschungen geschützt sind.

Für die Hersteller bedeuten die neuen Vorgaben vor allem, dass sie nur dann mit Bio-Qualität werben dürfen, wenn sie bei Herstellung und Produktion die Auflagen der Europäischen Union erfüllen. Auf lebensmittelklarheit.de betätigt der "Bundesverband der Verbraucherzentralen, dass die verpflichtenden Angaben im Rahmen der EG-Öko-Verordnung zuverlässige Informationen für Bürger sind, die Wert auf Bio-Qualität legen und genau wissen möchten, woher die Produkte stammen, die sie in den Einkaufswagen legen.

Vielzahl der Gütesiegel führte zu Verwirrung

Wichtig war die Einführung der EG-Öko-Verordnung zum 01. Januar 2009, weil zwischenzeitlich mehr als 100 unterschiedliche Zeichen und Gütesiegel im Handel vertreten waren, die es nicht nur Laien schwer machen, den Überblick zu behalten. Die auf Lebensmittelverpackungen zu findenden Kennzeichnungen gemäß der EG-Öko-Verordnung haben einen entscheidenden Vorteil: Sie basieren auf einheitlichen Vorgaben und sind rechtlich in der gesamten EU bindend. Damit wird der Einkauf von Bio-Qualität nicht nur in der Heimat, sondern auch im Ausland erleichtert. Die Regelung beinhaltet eine ganze Reihe von Punkten. Das deutsche staatliche Bio-Siegel findet sich insgesamt auf über 60.000 Produkten, so die "Wirtschaftswoche".

Regelung bei Zusatzstoffen und Tierhaltung

Die Verordnung schreibt unter anderem vor, die Bodenfruchtbarkeit bei der Produktion zu erhalten oder bestenfalls zu steigern. Hersteller, die das Siegel für die Bio-Qualität erhalten möchten, müssen außerdem auf chemische und synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel verzichten. Bei tierischen Produkten macht die EG-Öko-Verordnung weiterhin klare Vorgaben zur Tierhaltung und der Gesundheit der Tiere.

Auf Gentechnik muss ebenso grundsätzlich verzichtet werden wie auf die Bestrahlung von Lebensmitteln. Des Weiteren müssen Hersteller weitestgehend auf die Verwendung sogenannter Verarbeitungshilfsstoffe und Zusatzstoffe verzichten.

Quelle: in (CF)


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