02.02.2012, 12:38 Uhr
Eiseskälte bedroht Wildtiere: Vögel am besten jetzt füttern. (Quelle: imago)
Solang kein Schnee den Boden bedeckt, finden Wildtiere in Wald und Flur genügend Nahrung. Hat allerdings starker Frost den Boden fest im Griff hat, fällt den Tieren die Nahrungssuche vergleichsweise schwer. Denn aus dem Boden lassen sich Nüsse, trockene Früchte und Kleingetier nicht mehr einfach herauspicken. Deshalb raten Naturschutzverbände jetzt zur Fütterung von Vögeln und geben weitere Tipps, wie man Tieren im Winter helfen kann.
Viele Tiere brauchen nach Expertenmeinung Hilfe gegen die extreme Kälte. Vögel seien derzeit verstärkt auf Futter aus Menschenhand angewiesen. "Wenn man füttern möchte, dann ist jetzt eine gute Zeit dazu", sagte Jens Scharon, Vogelexperte des NABU in Berlin. Auch wenn keine geschlossene Schneedecke liege, sei am knallhart gefrorenen Boden für die Wintervögel nicht allzu viel zu finden. "Besser als Vogelhäuschen oder das Ausstreuen von Futter sind aber Meisenringe, -knödel oder Futterampeln. Bei ihnen ist die Gefahr geringer, dass Krankheiten übertragen werden", sagte Scharon.
"Unsere heimische Tierwelt ist zwar an diese extremen Witterungsbedingungen angepasst und kommt auch mit zweistelligen Minusgraden zurecht – doch mit einfachen Maßnahmen kann jeder dazu beitragen Wildtiere zusätzlich zu unterstützen", ergänzte NABU-Zoologe Julian Heiermann.
Laub- und Reisighaufen sollten nicht weggeräumt werden, weil Igel darin Winterschlaf halten. Herumlaufende Igel, die vom zuvor milden Wetter aus dem Schlaf gerissen wurden, seien meist hilfebedürftig und sollten von Experten untersucht werden. Im Wald sei es dagegen wichtig, auf den Wegen zu bleiben: Bei aufgeschreckten Rehen und Wildschweinen zehre jede Fluchtreaktion an wichtigen Fettreserven.
Im Berliner Zoo und Tierpark gibt es bislang kaum Einschränkungen wegen der Kälte: "Die Tiere sind da wesentlich entspannter als die Menschen", sagte Direktor Bernhard Blaszkiewitz. Giraffen oder Flamingos dürften derzeit wegen Rutschgefahr nicht raus. Elefanten und Nashörner hatten verkürzten Ausgang. Extra Heizstrahler gebe es keine. "Aber wir kontrollieren natürlich regelmäßig, dass Wasser, Obst und Gemüse nicht einfrieren." Das Berliner Tierheim hingegen bat um Hilfe in Form von Deckenspenden. Vor allem für kranke Hunde werde dringend Nachschub an wärmenden Unterlagen benötigt, hieß es vom Tierschutzverein.
Quelle: NABU
Quelle: feelgreen.de
Spatz schrieb:
am 8. Februar 2012 um 20:06:38
Füttern
Na da kommt die freie Presse ja ziehmlich früh drauf. Wenn wir die Pieper erst jetzt durch diesen Beitrag angeregt füttern
würden, wären sie schon längst erfrohren und verhungert. Schön das es auf allen Ebenen Experten gibt. Was wären wir nur ohne Sie.
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. schrieb:
am 8. Februar 2012 um 12:32:30
.
Wer gibt uns Menschen was zu fressen...!
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Clara schrieb:
am 7. Februar 2012 um 13:56:34
Winterfütterung der Vögel
Hier taucht immer wieder die Frage auf, warum man die Vögel füttern soll, früher hätte man das doch auch
nicht getan. Antwort: Weil wir Menschen ihren Bestand durch Wegnahme ihres Lebensraums oder durch Pestizide bei der Agrarwirtschaft derart dezimiert haben, daß wir verpflichtet sind, für ihren Erhalt zu sorgen. Die Vögel, die ich im Winter füttere, erfreuen mich im nächsten Jahr mit ihrem Gesang.
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