20.02.2012, 11:00 Uhr | cr (CF)
Aufgrund der fortwährenden Förderkürzungen für Solaranlagen fragen sich viele Hausbauer, ob sich die Stromerzeugung mittels Fotovoltaik überhaupt noch lohnt. Bei Privathaushalten ist das in der Regel der Fall, zumal ja auch ein Teil des eigenen Strom- und Wärmebedarfs durch die Solaranlage abgedeckt wird.
Grundsätzlich gilt, dass Sie sich beeilen sollten, wenn Sie Ihren Strom per Solaranlage erzeugen wollen. Die Förderkürzungen in mehrmonatigen Abständen hatten in den vergangenen Jahren immer wieder zu einem wahren Bauboom vor der Kürzung geführt, dem Umweltminister Röttgen nun entgegensteuern will. Daher treten die Förderkürzungen künftig monatlich in Kraft. „Focus“ empfiehlt daher, sich mit dem Bau einer Solaranlage möglichst zu beeilen, denn schon im nächsten Monat oder gar in einem halben Jahr streichen Sie weniger Fördergelder ein.
Einspeisevergütungen für Solaranlagen sinken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Die Förderkürzungen betreffen aber nicht nur die Zuschüsse zum Bau, sondern auch die Einspeisevergütung, die der Staat Ihnen zahlt, wenn Sie den nicht benötigten Strom in das kommunale Stromnetz einspeisen. Bei ihrer Einführung im Jahr 2004 lag sie noch bei 57,4 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom. Für die Solaranlagen, die ab Januar 2012 in Betrieb genommen werden, beträgt sie nur noch 24,43 Cent – weniger als die Hälfte. Auch in Zukunft soll die Einspeisevergütung weiter sinken. Das betrifft allerdings zunächst nur neue Solaranlagen, denn die Einspeisevergütung wird 20 Jahre lang ungekürzt in der anfänglichen Höhe weiterbezahlt.
Laut dem Ratgeberportal bauen.de ist die Stromerzeugung per Solaranlage für private Hausbesitzer trotz der Förderkürzungen weiterhin lukrativ. Insbesondere an sonnenreichen Standorten lassen sich mit einer Solaranlage Renditen erzielen, die deutlich höher sind als die von sicheren Bankanlagen. Besonders stark von Solaranlagen profitieren Betreiber, die einen Teil des erzeugten Stromes selbst nutzen, vor allem, da die Energiepreise weiterhin stark im Steigen begriffen sind. Sie sparen sich den Zukauf von konventionell erzeugtem Strom und erhalten vom Stromanbieter zudem eine Gutschrift von mindestens 8,05 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Zudem hat Solarstrom bald Netzparität erreicht: Das heißt, selbst erzeugter Solarstrom ist in seiner Herstellung nicht mehr teurer als gekaufter Strom.
cr (CF)
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