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Garten: Blumenerde enthält meist nur Torf

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Blumenerde gefährdet unsere Moore

18.04.2013, 18:32 Uhr | stw , feelgreen.de

Torf: In vielen Blumenerden aus dem Baumarkt steckt überwiegend Torf.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In vielen Blumenerden aus dem Baumarkt steckt überwiegend Torf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Hobbygärtner greifen arglos zu Blumenerde aus dem Baumarkt. Doch nur die wenigsten wissen, was überhaupt in dem Sack mit Erde steckt - nämlich überwiegend Torf. Diesen benötigen unsere Moore zum überleben. Wir stellen die umweltfreundlichen Alternativen vor.

Produkte enthalten überwiegend Torf

In vielen Blumenerden aus Discountern und Baumärkten, steckt überwiegend Torf. Und das nicht zu knapp - 80 bis 90 Prozent stecken in einem Sack. Das Bedenkliche daran: Der Abbau dieses Stoffes zerstört unsere Moore. Laut Angaben des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) werden allein in Deutschland jedes Jahr rund zehn Millionen Kubikmeter Torf für den Gartenbau verbraucht. Nur zwei Drittel werden davon im Erwerbsgartenbau genutzt, der Rest bei Hobbygärtnern, berichtet der NABU.

Wichtiger Lebensraum für Tiere

Durch den Abbau des Moors kommt es zur Entwässerung der Böden, gleichzeitig wird klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt. Eigentlich schützen Moore vor Hochwasser, indem sie Wasser wie ein Schwamm aufnehmen, doch dazu müssen sie intakt sein. Ebenso leiden durch den Abbau Tiere- und Pflanzenarten, die in diesen Gebieten einen wichtigen Lebensraum finden.

Torf verschlechtert die Bodenqualität

Torf verbessert im Blumenkasten zwar die Durchlüftung des Bodens, aber die Qualität des Bodens leidet. Denn Torf enthält sehr wenige Nährstoffe und begünstig zudem die Versauerung des Bodens. Wer das vermeiden möchte, sollte laut Angaben des NABU auf Kompost aus dem eigenen Garten zurückgreifen. Dieser belebt den Boden, gibt ihm fehlende Nährstoffe zurück und unterstützt sogar die Lebewesen, die sich in der Erde tummeln.

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Grünkomposte als Alternative

Ebenfalls gut geeignet sind torffreie Erden, die es im Gartenhandel zu kaufen gibt. Diese enthalten eine umweltfreundliche Mischung aus Rindenhumus, Holz-, Kokos,- oder auch Hanffasern und verbessern die Nährstoffversorgung des Bodens. Hobbygärtner sollten jedoch beachten, dass Erde mit weniger Torf weniger Wasser aufnimmt und daher häufiger gegossen werden muss.

Zusätzlich ergänzen Zusätze wie Tonminerale, Granulate oder auch Sand die Pflanzenversorgung.

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Quelle: stw , feelgreen.de


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