25.01.2012, 14:48 Uhr | foodwatch / mt
Arbeiter ernten Reis auf einem Feld. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Immer wieder gibt es kritische Stimmen gegen die Gentechnik. Dennoch soll nun ein gentechnisch veränderter Reis auf den Markt kommen: Der "Golden Rice" soll bereits 2013 kommerziell angebaut werden. Als Vorzeigeprojekt der Gentechnik-Industrie soll der Reis als Wunderwaffe in ärmeren Ländern dienen. Dort soll er den weit verbreiteten, gefährlichen Vitamin-A-Mangel bekämpfen. Das Projekt ist aufgrund verschiedener Risiken stark umstritten.
Die Erfolgsversprechen der Industrie sind nicht bewiesen, die Risiken der Gentechnik nicht ausreichend geprüft. Das dokumentiert ein aktueller Bericht der Verbraucherschutzorganisation foodwatch. Trotzdem will die Gen-Lobby "Golden Rice" kommerziell herstellen. Nachdem mehr als ein Jahrzehnt lang geforscht wurde, soll der "Golden Rice" ab 2013 zunächst auf den Philippinen kommerziell angebaut werden. Der Gen-Reis wurde gentechnisch so verändert, dass in den Körnern Carotinoide gebildet werden. Dadurch bekommt der Reis eine gelbe Färbung. Der menschliche Körper wandelt die Carotinoide in das lebensnotwendige Vitamin A um.
Auf diese Weise soll die Vitamin-A-Mangelversorgung in armen Ländern bekämpft werden. Der Vitamin-A-Mangel entsteht durch Fehl- und Mangelernährung. Schon ein leichter Mangel führt zu einer Schwächung des Immunsystems und kann so zahlreiche Erkrankungen wie Augen- und Hautkrankheiten, sowie Wachstumsstörungen begünstigen und im schlimmsten Fall zum Tode führen.
Laut der Industrie soll mit "Golden Rice" diese Spirale unterbrochen werden. Bewiesen ist die wundersame Wirkung des Reises allerdings nicht. So fehlt etwa der Nachweis, ob der Reis nach der oft langen Lagerung überhaupt noch Carotinoide enthält, ob diese im Körper aufgenommen werden und zur Verfügung stehen. Die gesundheitlichen Risiken wurden an gerade einmal fünf Personen in den USA untersucht. 2009 wurde der Reis dann an chinesischen Schulkindern getestet. Die Testdaten wurden nie veröffentlicht.
Trotzdem wollen die Betreiber des Projekts "Golden Rice" die gesundheitlichen Auswirkungen angeblich nicht weiter untersuchen lassen. So verzichtet man etwa auf Untersuchungen, wie sich die Pflanze und ihr Stoffwechsel im Anbau verändern und welche Auswirkungen der Anbau auf regionale Reissorten haben kann.
Stattdessen fordert die Gen-Lobby eine generelle Absenkung der Sicherheitsstandards und Prüfungsauflagen zu gentechnisch veränderten Pflanzen. Foodwatch will das verhindern. Die Organisation fordert, dass offene Fragen zum Anbau geklärt und die Risiken sorgfältig untersucht werden. Bis dies nicht geschieht, ist das Projekt nach Angaben der Verbraucherorganisation vor allem eins: ein "Golden Lies"-Projekt der Gen-Lobby, um sich ein positives Image zu verschaffen.
foodwatch / mt
Alfred schrieb:
am 20. Februar 2012 um 18:25:47
Monsanto
Das ist lediglich ein Milliardengeschäft für Monsanto, sonst nichts. Dieser kriminelle Konzern ist so reich daß er sich einfach
die zuständigen Politiker kaufen kann. Es lebe die Korruption.
mehr
Kommentar melden
@Elly schrieb:
am 12. Februar 2012 um 11:44:53
Gen-Reis
Es ist unerträglich was uns unsere Politiker alles zumuten. Es gibt jetzt schon massenhaft Allergiker, früher zu meiner Kindheit
waren es vereinzelte Fälle. Hauptsache billig, billiger am billigsten!! Dann kann die Industrie ordentlich verdienen. Die Gesundheit der Menschen ist vollkommen egal. An Krebs erkranken immer mehr Leute. So kann man natürlich auch Renten sparen.
mehr
Kommentar melden
Gerstenkorn schrieb:
am 29. Januar 2012 um 13:38:11
Korruption
Die beiden Lösungsworte für diesen Umstand lauten ganz klar: Politik und Korruption !
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Testen Sie jetzt MyTraining.de ohne Risiko bequem von zu Hause. MyTraining.de
Gemüse, Blumen, Bäume: 1000 Tricks und Kniffe für Beet und Rasen. ZUHAUSE.DE