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Geothermie - Definition des Begriffs;

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Geothermie: Definition des Begriffs

22.09.2011, 10:45 Uhr | pc (CF)

Nicht nur in den Medien ist häufig von Geothermie die Rede. Doch was genau verbirgt sich eigentlivh hinter diesem Begriff, der umgangssprachlich mit Erwärme übersetzt wird? Eine Definition bringt hier Licht ins Dunkel.

Definition Geothermie

Laut dem Informationsportal Umweltdatenbank.de ist Geothermie die Energie unterhalb der Erdoberfläche, die dort in Form von Wärme gespeichert wird. Charakteristisch ist dabei, dass nach einem Entzug der Wärme wieder neue Energie zufließt. Handelt es sich um Erdwärme in Nähe der Erdoberfläche, so kommt auch der Sonneneinstrahlung ein relevanter Anteil zu.

Geothermische Energie speist sich laut "GZB - Internationales Geothermiezentrum" zu 30 Prozent aus der Restwärme, die durch die Erdentstehung erzeugt wurde. 70 Prozent der Erdwärme entsteht zudem durch radioaktiven Zerfall aus den Isotopen Kalium 40, Uran 235 und Uran 238 sowie Thorium 232. Die Ansicht, dass es sich bei der Geothermie um eine erneuerbare Energieform handelt, ist falsch. Das Potenzial liegt jedoch bei mehreren Jahrmillionen, weswegen der Aspekt der Begrenzung zu vernachlässigen ist.

Ökonomisch gelten Tiefenbohrungen bis zu 3.000 Meter Tiefe als interessant, wobei die Temperaturen bei zunehmender Tiefe ansteigen. Neben der Begriffsdefinition werden unterschiedliche geothermische Lagerstätten unterschieden. Die Definition für eine Hochtemperaturlagerstätte sieht mehr als 150 Grad Celsius vor, mittelthermale Lagerstätten liegen zwischen 100 und 150 Grad Celsius und darunter wird von niedrigthermale Lagerstätten gesprochen.

Der Begriff Geothermie

Die  Begriffsdefinition der Geothermie zeigt, dass zwei griechische Begriffe miteinander verknüpft werden. "Geo" bedeutet dabei "Erde" und "Therme" ist die "Wärme". Eine offizielle Definition erfolgte 1998 durch den VDI, den Verein Deutscher Ingenieure. Hier wird explizit darauf hingewiesen, dass Geothermie und Erdwärme synonym verwendet werden können.

Nutzung der Geothermie

Geothermie oder Erdwärme hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom verzeichnet. Ein großer Vorteil dieser Energieform liegt in Ihrer Verfügbarkeit, unabhängig von der Jahreszeit. Auch der Aspekt des Umweltschutzes kommt zum Tragen, und die Effizienz wird durch die Weiterentwicklung der Erdwärme-Anlagen kontinuierlich gesteigert. In Deutschland gibt es aktuell Geothermie-Kraftwerke in Neustadt-Glewe, im bayerischen Unterhaching, sowie in Bruchsal und Landau. Weitere Kraftwerke sind bereits projektiert und sollen in den nächsten Jahren ans Netz gehen. 

Quelle: pc (CF)


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