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Weihnachtsbaum – Vorsicht giftig

24.04.2012, 10:33 Uhr | Linda Tidwell

Beim Kauf des Weihnachtsbaums sollte man kritisch sein, da viele Bäume mit giftigen Pestiziden belastet sind. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Kauf des Weihnachtsbaums sollte man kritisch sein, da viele Bäume mit giftigen Pestiziden belastet sind. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im letzten Jahr wurden 27 Millionen Christbäume in Deutschland verkauft und dieses Jahr werden es nicht weniger sein. Doch was die Meisten nicht wissen: Viele dieser Bäume sind mit einem Giftcocktail bespritzt, den man weder sehen noch riechen kann. Trotzdem gibt der Baum diese auch später im Wohnzimmer unaufhörlich ab. Dabei gibt es viele Händler, die ökologisch gezogene Weihnachtsbäume anbieten. Wir verraten Ihnen worauf Sie beim Kauf achten müssen, damit Ihr Weihnachten richtig grün wird.

Woher kommt der Weihnachtsbaum?

Jedes Jahr stellt sich die gleiche Frage: Wo kaufe ich meinen Baum? Etwa 70 Prozent der Bäume wachsen in Deutschland, die restlichen 30 Prozent stammen überwiegend aus Dänemark und anderen Nachbarländern. Dabei handelt es sich in der Regel um eine gemeine Fichte oder eine Edeltanne. Die meisten verkauften Christbäume stammen aus Plantagen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden – eine enorme Belastung für Böden und Gewässer. Und auch im Wohnzimmer möchte man diesen Giftcocktail nicht haben.

Vorsicht vor Pestiziden und Chemikalien

Ein Großteil der Bäume kommt aus eigens angelegten Weihnachtsbaumkulturen. Die werden häufig gegen Unkraut und störendes Gewächs zwischen den Bäumen mit giftigen Chemikalien bekämpft. Nicht selten kommen auch Breitband-Insektizide gegen Käfer- und Läusebefall zum Einsatz. Auch wird mit einer Extraportion Dünger nicht gespart, denn die Bäume sollen ja möglichst ein sattes Grün tragen. Selbst die Gentechnik hat dieses Marktsegment längst im Visier und arbeitet an schädlingsresistenten Christbaum-Klonen. Diese sollen laut Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) schon bald auf den Markt kommen. Doch welche Alternativen gibt es?


Noch bis in die fünfziger Jahre hinein stammten tatsächlich alle Weihnachtsbäume direkt aus dem Wald. "Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite kontrolliert wird", empfiehlt Rudolf Fenner, Waldreferent der Umweltorganisation Robin Wood. Beispielsweise stammen Naturland-Weihnachtsbäume aus anerkannt ökologischer Waldnutzung, die nach Naturland-Richtlinien bewirtschaftet werden. Diese Richtlinien wurden von Naturland zusammen mit den Umweltverbänden Robin Wood, Greenpeace und BUND erarbeitet.


Zertifikate erleichtern den Kauf

Wer sich an diese Richtlinien hält, bekommt bestimmte Zertifikate. Dabei müssen die Forstbetriebe auf Kahlschläge, Düngungen, Entwässerungsmaßnahmen und Pestizide verzichten. Außerdem bieten auch einige Bioland-, Demeter- und weitere nach EU-Recht zertifizierte Bio-Betriebe empfehlenswerte Öko-Weihnachtsbäume von landwirtschaftlichen Anbauflächen an.

In Deutschland gibt es rund 260 dieser zertifizierten Betriebe. Wer keine zertifizierten Öko-Christbäume in seiner Umgebung findet, sollte einen Baum aus der Region wählen oder Bäume aus so genannter Durchforstung kaufen, rät der Naturschutzbund. Weihnachtsbäume aus Durchforstung erhält man beim Förster der jeweiligen Region. Meist handelt es sich dabei um Fichten, die zur Auflichtung sowie zur Verjüngung der Bestände gefällt wurden.

Weihnachtsbaumsiegel

Der WWF empfiehlt das Siegel des Forest Stewardship Council – ein stilisierter Baum mit dem Kürzel FSC. Das Siegel garantiert, dass der Baum aus einem Betrieb stammt, der eine wirtschaftlich tragfähige und zugleich umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft betreibt.

Den Christbaum selbst schlagen

Ebenso besteht die Möglichkeit, einen Baum selber zu schlagen. Viele Förstereien bieten das Selberschlagen in der Vorweihnachtszeit an. Nur so lässt sich vermeiden, ungewollt einen weit gereisten und damit ökologisch fragwürdigen Baum aus Skandinavien, Osteuropa oder Irland nach Hause zu tragen.

Bloß keinen Baum im Topf kaufen

Auch ein Weihnachtsbaum in einem Topf mit Wurzeln ist nicht besonders ökologisch, denn der größte Teil dieser Bäume überlebt die Weihnachtsfeiertage nur einige Wochen oder Monate - die Zimmerwärme im Winter bekommt den Bäumen selten. Die Bäume stellen sich auf Frühling ein und bereiten ihre Knospen auf den Austrieb vor. Ein solcher Baum, wird er wieder in die Kälte entlassen, erfriert sehr leicht. Zudem lässt die trockene Zimmerluft den Baum schneller vertrocknen.

Weihnachtsbaumtradition

Der Ursprung für den Brauch, sich an Weihnachten einen Nadelbaum ins Haus zu stellen, ist nicht eindeutig: In vielen frühen Kulturen hatten immergrüne Gewächse wie Efeu, Buchsbaum oder Mistel eine besondere Bedeutung. Insbesondere zum Jahreswechsel wurden die Pflanzen von den Menschen aufgestellt, um vor bedrohlichen Naturkräften zu schützen. Bereits im Mittelalter war es üblich, zu Festlichkeiten ganze Bäume zu schmücken. Den Überlieferungen zufolge wurde der erste Weihnachtsbaum im Jahr 1419 von Freiburger Bäckern aufgestellt.

Weihnachtsbaumpflege

Wird der Baum auf dem Autodach transportiert, sollte er in Folie eingewickelt werden, denn der Baum verliert durch den starken Fahrtwind viel Wasser, so dass die Nadeln schneller abfallen. Zunächst ist es ratsam, den Baum kühl aufzubewahren und ihn erst zum Aufstellen ins Zimmer zu holen. Zuvor sollte der Baum erneut abgesägt werden. Dann kommt er in einen Ständer mit Wasser, einem Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch. Der Baum bleibt auch länger frisch, wenn er regelmäßig mit Wasser besprüht wird.

Quelle: Raufeld

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Kommentare (2)

zum Forum

Thema: "Gift unterm Weihnachtsbaum"

Minnimär schrieb: am 10. Dezember 2011 um 18:34:44
Zecken
Kein Gift,auch keine Weichmacher,aber Zecken in den Bäumen , oder ? Was denkt Ihr Euch denn so ,ist der Baum auch Zeckenfrei hat
wohl noch keiner gefragt.Aber keine Gifte usw.
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Nathan schrieb: am 28. November 2011 um 12:17:01
Gift im Weihnachsbaum
Neben den Giften im Weihnachtsbaum addieren sich die aus Konserven/Getränkedosen (Innenlackierung/Weichmacher), aus
der Zahnpasta (Fluor/Zellgift) und.... und.... und hinzu! Der Menge von Giften und Säuren hat unser Organismus mit normaler Ernährung nicht genug entgegen zusetzen. Natrium- und Kalium binden Gifte und Säuren. An beiden Alkalien mangelt es uns aber und deshalb funktioniert der Entgiftungs-und Endsäurerungsstoffwechsel nicht und es entstehen auch Zellschäden! Aus hartmanntheorien.de
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