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Greenpeace-Kampagne: Discounter sind Vorreiter bei sauberer Textilproduktion

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Greenpeace lobt Discounter als Vorreiter bei sauberer Textilproduktion

15.12.2015, 16:20 Uhr | AFP, dpa

Geht es nach Greenpeace sollen bis 2020 alle riskanten Chemikalien aus der Produktion von Kleidungsstücken verbannt werden. (Quelle: dpa)

Geht es nach Greenpeace sollen bis 2020 alle riskanten Chemikalien aus der Produktion von Kleidungsstücken verbannt werden. (Quelle: dpa)

Eine wachsende Zahl von Handelsketten unterstützt die Greenpeace-Kampagne gegen umweltschädliche Chemikalien bei der Textilproduktion. Besonders vorbildlich seien die Discounterketten Aldi, Lidl und Penny sowie der Kaffeeröster Tchibo. Die genannten Unternehmen seien "stramm auf Entgiftungskurs", so Greenpeace.

Nach Angaben der Umweltorganisation hätten die Unternehmen bereits erste besonders schädliche Chemikalien aus der Produktion verbannt. Sie veröffentlichten Abwasserdaten und brächten Programme für die Rücknahme und das Recycling von Textilien auf den Weg. "Was erschwinglich ist, sollte auch sauber sein. Aldi, Lidl, Penny und Tchibo beweisen das nun: Sie sind stramm auf Entgiftungs-Kurs".

Auch Kaufland will mitmachen

Als weitere Supermarktkette will sich Kaufland nun auch verpflichten, bis zum Jahr 2020 giftfrei zu produzieren. Mit Kaufland seien es nun 33 internationale Marken, die sich gegenüber Greenpeace verpflichtet hätten, bis zum Jahr 2020 schrittweise alle riskanten Chemikalien aus ihrer Herstellung zu verbannen. Dies entspreche etwa 15 Prozent der weltweiten Textilproduktion. Die zum Färben und Ausrüsten eingesetzten Substanzen verschmutzten Gewässer besonders in den asiatischen Herstellungsländern, mahnte Greenpeace.

Schlusslichter beim Engagement für eine saubere Textilproduktion seien Edeka/Netto, Norma und Metro/Real, kritisierte die Organisation. Von diesen Unternehmen wolle keines bis 2020 konsequent entgiften. Der Edeka-Verbund erklärte seinerseits, man sei mit Greenpeace im Gespräch. Textilien machten nur ein Prozent des Edeka-Umsatzes aus. Die textilen Eigenmarken würden dem Öko-Tex 100 Standard entsprechen.

Quelle: AFP, dpa


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