02.01.2012, 09:35 Uhr
Grüne Kohle – der neue Durchbruch in der alternativen Energieversorgung? (Quelle: Suncoal Industries)
Fossile Brennstoffe wie Braun- oder Steinkohle verursachen große Umweltschäden und treiben den Klimawandel durch Emissionen schnell voran. Ein Unternehmen aus Brandenburg hat den Brennstoff jetzt revolutioniert: "Grüne Kohle" nennt sich die geniale Entwicklung und wird aus Holz, Gras oder Bioabfällen hergestellt. Der Clou dabei: Die Kohle kann innerhalb weniger Stunden hergestellt werden und ist CO2-neutral – im Gegensatz zur konventionellen Kohle. Ist die grüne Kohle ein Durchbruch in der alternativen Energieversorgung?
Unglaublich, aber wahr: Ein Unternehmen aus dem brandenburgischen Ludwigsfelde, SunCoal Industries, hat es geschafft, eine Technologie zu entwickeln, bei der aus Biomasse Kohle hergestellt werden kann. Die kann in Kraftwerken verfeuert werden, um so Ökostrom oder Wärme zu erzeugen. Beispielsweise könnten mit 60.000 Tonnen Grünabfälle gut 10.000 Haushalte ein Jahr lang mit Wärme versorgt werden. Die sogenannte "SunCoal", wie der offizielle Name der grünen Kohle lautet, hat aber noch weitere Vorteile: Durch die Umwandlung in Biokohle sind die Grünabfälle dauerlagerfähig und können zusätzlich viel ökonomischer transportiert werden.
Die grüne Kohle ist wesentlich effizienter als Biogas oder Biodiesel."Wir nutzen nahezu die gesamte eingesetzte Biomasse", erläutert der 35-jährige Unternehmenschef Friedrich von Ploetz gegenüber feelgreen.de. Dem gegenüber steht das Biogas, bei dem immer ein Teil Festmasse übrig bleibt. Doch wie wird das grobkörnige, dunkelbraune Pulver hergestellt und weiter verarbeitet? Sehen Sie hier, wie die Prozedur zur Herstellung von grüner Kohle funktioniert.
Ein großer Vorteil der grünen Kohle ist der Umstand, dass sie in bestehenden Kohlekraftwerken eingesetzt werden kann. Und auch die Eigenschaften können auf den Kunden angepasst werden. Auf Wunsch wird der trockene Brennstoff in Form von Kohlenstaub, Pellets oder Briketts geliefert. Auch die Effizienz der Masse ist deutlich höher gegenüber konventioneller Biomasse. Sie ist trocken, besser verdichtet und kann so mehr Energie liefern.
Der Einsatz der revolutionären Kohle beschränkt sich nicht nur auf das Gebiet der Energieversorgung. Sie wird auch als Ausgangsstoff für Reifen, Dünger, Wachs oder Frostschutzmittel verwendet. Selbst in der Landwirtschaft wird sie verwendet. Dort wird die Fruchtbarkeit des Bodens mit ihrer Hilfe erhöht und gleichzeitig CO2 gespeichert.
Aus der Biomasse, die aus einem Hektar Fläche gewonnen wird, kann durch das Karbonisierungsverfahren 10 Prozent mehr Energie herausgeholt werden, als es bei konventionellem Einsatz des Rohstoffs der Fall wäre. Der energetische Wirkungsgrad ist größer als 90 Prozent. Für die Herstellung der grünen Kohle (mit etwa 8 Prozent Wassergehalt) aus Biomasse (mit einem Feuchtegehalt von 50 Prozent) werden etwa 6 bis 9 Prozent der hergestellten Kohle benötigt.
Quelle: feelgreen.de
wandschrank schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 10:51:54
eule
Dem kann ich nur beipflichten. Hoffentlich halten die durch. Beide Daumen hoch für die Leute.
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Eule schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 09:05:51
Wenn es so gut ist
dann wird die Firma in Kürze von einem global tätigen Ölkonzern gekauft und die Technik wird ebenso verschwinden, wie
der marktreife (!) Brennstoffheizung für Einfamilienhäuser vor 10 Jahren . . .
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karl schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 08:44:21
grüne kohle
wieviel energie muss man zur herstellung in die karbonisierung reinstecken und welchen energieinhalt hat man am ende des
herstellungsprozess zur verfügung???
energetisch muss man noch den transport des rohstoffes zur herstellungsstelle, den transport zum verbraucher (energiedichtepro m³) und den energetischen unterhalt der herstellungsanlage abziehen. erst dann weiß man wie sehr die grüne kohle als alternative einsetzbar sein wird!
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