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Handtrockner: Schädlich für die Umwelt?

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Handtrockner: Schädlich für die Umwelt?

15.10.2012, 12:13 Uhr | sk (CF)

In den Sanitäranlagen gastronomischer Betriebe sind Handtrockner unerlässlich. Dabei sind sie in den unterschiedlichsten Ausführungen bekannt: als Papierhandtücher oder zum Beispiel als Warmluft-Händetrockner. Und niemand will sie nach dem Händewaschen missen. Dennoch sind sie oft belastend für die Umwelt oder kosten viel Energie.

Laut Studie fördern Handtrockner Umweltbelastung

Vor allem Papierhandtücher und Warmluft-Handtrockner belasten die Umwelt, wie eine Studie des Institute of Technology in Massachusetts von 2011 im Auftrag der Firma Dyson offenbarte. Die Verantwortlichen der Studie berücksichtigten bei ihrer Ökobilanz mehrere Aspekte wie etwa das Material der Papierhandtücher sowie sämtliche Phasen des Produktlebensweges - von der Herstellung bis zur Entsorgung. Um ein Höchstmaß an Objektivität zu gewährleisten, basiert diese Studie auf Ergebnissen mehrerer aktueller Bilanzen.

Papiertücher und Warmluftgeräte besonders schlecht

Dass die in Deutschland sehr weit verbreiteten Papierhandtücher umweltschädlich sind, liegt an deren Herstellung selbst. Ganze 65 Prozent der CO2-Emissionen entstehen bei der Produktion über den Verbrauch von Wasser, Energie und Chemikalien. Alle weiteren Komponenten wie Handtuchspender, Verpackungen, Mülleimer und Müllsäcke entsprechen nur einem Zehntel der Umweltbelastung. Die Warmluft-Geräte schaden der Umwelt hingegen auf andere Weise. Hier sind gerade der lange Arbeitsvorgang, die Heizelemente und die Motoren entscheidend. Diese Faktoren wirken sich nämlich negativ auf den Ausstoß von Treibhausgasen aus. Laut der Studie sind beide Systeme für 70 Prozent mehr Ausstoß von CO2-Emissionen verantwortlich als verschiedene Hochgeschwindigkeits-Handtrockner.

Neue Produkte versprechen Besserung

Diese Hochgeschwindigkeitsgeräte verfügen über kein Heizelement und bieten durchaus Lichtblicke im Bereich Umweltfreundlichkeit. So hat zum Beispiel Dyson, der Auftraggeber der Studie, den Dyson Airblade entwickelt. Dieser schnitt in der Bilanz am besten ab, da die Umweltbelastung gering ausfällt. Zudem ist er in der Lage, Hände bereits in zehn Sekunden zu trocknen.

Quelle: sk (CF)



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