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Haushalte können mit Ökostrom kräftig sparen

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Haushalte können mit Ökostrom kräftig sparen

08.06.2016, 13:37 Uhr | feelgreen.de, dpa

Ökostrom wird unter anderem durch Windenergie erzeugt. (Symbolfoto) (Quelle: dpa)

Ökostrom wird unter anderem durch Windenergie erzeugt. (Symbolfoto) (Quelle: dpa)

Auch Verbraucher, die nicht Ökostrom beziehen, finanzieren in Deutschland den Ausbau erneuerbarer Energien durch die Ökostromförderung mit. Mit einem Wechsel zu einem Ökostromtarif unterstützen sie jedoch nicht nur die Energiewende, sondern sparen auch Geld. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbraucherportal Verivox.

Neben reinen Ökostromanbietern haben auch über 900 andere Versorger günstige Ökotarife im Angebot. Diese Tarife seien häufig preiswerter als die örtliche Grundversorgung, berichtet Verivox.

Großes Sparpotenzial

Im Juni 2016 bezahlt demnach ein Haushalt mit drei Personen und einem Verbrauch von 4000 kWh im örtlichen Grundversorgungstarif im bundesdeutschen Durchschnitt 1211 Euro pro Jahr - rund 254 Euro davon fließen in die Ökostromförderung. Im günstigsten Ökostromtarif mit Gütesiegel und fairen Vertragsbedingungen kostet die gleiche Menge Strom nur 809 Euro. Das ist eine Ersparnis von 402 Euro pro Jahr.

"Bei der Auswahl des Stromtarifs ist den meisten Kunden nach wie vor der Preis am wichtigsten", sagt Verivox-Geschäftsleiter Jan Lengerke. "Wenn der ökologische Mehrwert das Angebot nicht zu stark verteuert, ist er jedoch ein schlagkräftiges Argument für umweltbewusste Verbraucher."

Auf diese Siegel achten

Verivox rät bei der Auswahl des richtigen Ökostromtarifes, darauf zu achten, dass das Angebot ein entsprechendes Gütesiegel aufweist. Denn Ökostrom sei kein geschützter Begriff. Mehr als die Hälfte der Ökostromtarife weise keine Auszeichnung einer externen Prüfstelle aus. In diesen Fällen werde in der Regel nur garantiert, dass Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energiequellen vorliegen. Gütesiegel geben dem Verbraucherportal zufolge darüber Auskunft, ob ein Teil der Einnahmen in den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung investiert wird und ob Anlagen ein gewisses Alter nicht überschreiten.

Als strengste Siegel gelten das ok-power-Siegel des Vereins EnergieVision und das Grüner Strom Label verschiedener Natur- und Umweltschutzverbände. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Institutionen wie beispielsweise die TÜV-Gesellschaften, die ebenfalls unterschiedliche Zertifikate ausstellen.

Merkel verteidigt EEG-Reform

Die Bundesregierung plant laut Koalitionsvertrag einen Ökostrom-Anteil am Verbrauch von 40 bis 45 Prozent bis zum Jahr 2025. Das gilt auch nach der beschlossenen Reform des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Demnach werden künftig größere Ökostrom-Projekte ausgeschrieben und nicht mehr wie bisher über einen Garantiepreis für den produzierten Strom unterstützt. Den Vorwurf von Lobbyverbänden, mit der EEG-Reform den Ökostrom-Ausbau abzuwürgen, wies Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zurück.

Die regelmäßigen Warnungen, die Ausweitung der erneuerbaren Energien komme zum Erliegen, seien "absolut falsch", sagte Merkel bei einem Kongress der Energie- und Wasserwirtschaft in Berlin. Die CDU-Chefin betonte, dass die Politik zwar darauf achten wolle, dass die Konzerne nicht unter der Last der Energiewende zusammenbrechen. Aber sie stellte auch klar: "Wir werden ihnen weiter Wandel zumuten. Daran geht kein Weg vorbei."

Quelle: feelgreen.de, dpa


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