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In vielen Produkten steckt Fleisch - ohne dass wir davon wissen

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Läuse im Joghurt: In diesen Produkten stecken tierische Bestandteile

02.04.2015, 12:34 Uhr | akl, cme

Viele Hersteller setzen Gelatine in ihren Säften ein. Der Verbraucher merkt das meist nicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Hersteller setzen Gelatine in ihren Säften ein. Der Verbraucher merkt das meist nicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Läuse im Joghurt, Fleisch in Kartoffelchips und Gelatine im Saft: Wer komplett auf tierische Bestandteile verzichten möchte, hat es im Supermarkt schwer. Denn in vielen vermeintlich vegetarischen oder veganen Produkten sind tierische Bestandteile enthalten. Das Tückische: Diese müssen vom Hersteller nicht in der Zutatenliste aufgeführt werden. Wir stellen Lebensmittel vor, in denen versteckte Tierprodukte enthalten sein können.

Gelatine in Fruchtsäften

Die Liste der betroffenen Lebensmittel ist lang. Gelatine beispielsweise wird in vielen Produkten eingesetzt, ohne dass der Verbraucher etwas davon merkt. So ist das Tierprodukt nicht nur in Quark, Frischkäse und Joghurt enthalten, sondern auch in Fruchtsäften. Dies zeigte unter anderem eine Untersuchung der Verbraucherorganisation Foodwatch vom vergangenen Jahr. In den Säften wird die Gelatine beispielsweise als Träger von Vitaminen eingesetzt. Zwar hat der Hersteller Valensina inzwischen reagiert und setzt keine Gelatine mehr ein. Bei anderen Saftmarken ist der Einsatz von Gelatine nach wie vor möglich - für Verbraucher ist das nicht zu erkennen.

Zerriebene Läuse im Joghurt

Einige Tierprodukte verstecken sich auch hinter einer Nummer. So handelt es sich bei dem Farbstoff "echtes Karmin", auch als E120 bezeichnet, tatsächlich um eine rote Substanz, die aus getrockneten weiblichen Schildläusen gewonnen wird. Dies schreiben Experten vom Verbraucherportal lebensmittelklarheit.de. Der "Läuse-Farbstoff" findet sich unter anderem in Salami oder roten Fruchtjoghurts.

Fleisch in Chips

Sogar in Chips sind häufig tierische Bestandteile enthalten. So gab Chips-Produzent funny-frisch laut Aussage von Foodwatch an, dass weite Teile seines Sortiments tierische Bestandteile enthalten, je nach Sorte Wild, Fisch, Geflügel, Rind oder Schwein. Und auch Nestlé hat seiner Maggi Tomatencremesuppe Speck beigegeben, um den Geschmack intensiver zu machen.

Schweineborsten im Brot

Auch bei so genannten technischen Hilfsstoffen kommen häufig Tierbestandteile zum Einsatz. Der Verbraucher merkt davon nichts. Zum Klären von Wein und Saft setzen einige Anbieter ebenfalls auf Gelatine. Die Aminosäure L-Cystein dagegen kommt besonders in Bäckereien zum Einsatz. Denn diese macht Mehl leichter knetbar. Dass die Aminosäure oft aus Schweineborsten oder Federn gewonnen wird, ist den meisten nicht bekannt. Einige Bäcker verwenden für die Herstellung ihrer Backwaren auch Schweineschmalz.

Quelle: akl, cme


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