09.02.2012, 13:34 Uhr
Vorerst gibt es keinen Hummer mehr bei Lidl. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Der Hummer ist eine von Feinschmeckern geschätzte Delikatesse. Gerade an Feiertagen boomt der Verkauf der Krebstiere, die bei lebendigem Leibe in kochend heißes Wasser geschmissen werden. Dass die Tiere dabei Qualen erleiden, ist den wenigsten Käufern bewusst. Bereits 2005 bestätigte die European Food Safety Authority (EFSA), dass die Tiere ein Bewusstsein haben und eindeutig ein Schmerzempfinden aufweisen. Die Tierschutzorganisation Peta und die "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" wandten sich deshalb an den Discounter Lidl. Die Forderung: Das Unternehmen sollte als gutes Beispiel den Hummer aus dem Verkauf nehmen.
Der Verkauf von Hummern steht schon lange in der Kritik von Tierschützern, denn Fang, Transport und das Kochen der lebendigen Tiere verursachen großen Stress sowie schwere Schmerzen und Leiden. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt (Tierschutzvereinigung) freut sich daher, dass Lidl eine Vorreiterrolle einnimmt und im Jahr 2012 keinen Hummer mehr anbieten wird. Im Discount ist es üblich, die Tiere zu Feiertagen wie Ostern und Weihnachten ins Sortiment aufzunehmen.
Lidl setzt mit dem Verkaufsstopp von Hummern ein Signal an die ganze Branche. "Wir werden jetzt mit den anderen Lebensmitteleinzelhändlern Gespräche führen, um eine breite und dauerhafte Auslistung des tierquälerischen Produkts zu erreichen", berichtet Rechtsanwalt Wolfgang Schindler, Präsident der "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt". Die "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" setzt sich seit dem Jahr 2000 gegen die industrialisierte Massentierhaltung und für die vegetarische Idee ein.
Auf das Schreiben, das Lidl vor der Weihnachtszeit im Dezember von Peta zugestellt wurde, antwortete die Firmenleitung: "Wir nehmen Ihr Schreiben dennoch zum Anlass, um mit Blick auf den Verkauf von Hummer unser zukünftiges Sortimentsangebot zur Oster- und Weihnachtszeit kritisch zu hinterfragen. (…) Wie Sie wissen, waren wir vor Jahren eines der ersten Handelsunternehmen in Deutschland, das im Sinne einer verantwortlichen Einkaufspolitik im Fischbereich bestandsbedrohte Fischarten wie Aal, Scholle, Rotbarsch, etc. dauerhaft aus dem Sortiment genommen hat."
Quelle: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Quelle: feelgreen.de
Seltenesser schrieb:
am 7. März 2012 um 22:32:15
Luxus
Gut das es den Hummer jetzt nicht mehr bei Lidl gibt. Wenn Ihn die Schickeria jetzt imageträchtig beim Delikatessengeschäft kaufe ist
die Gewinnmarge viel höher und es kann in aufwändigere und effektivere Fangmethoden investiert werden. Viel besser! So hilft das nicht
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Karen schrieb:
am 5. März 2012 um 11:54:57
Großartig
sowas hört man gerne........
das finde ich gut, leute die sowas kritisieren haben keine ahnung
wie die tiere leiden.....hat
nichts mit Vegetarier zutun.
Hummer, Gänseleberpastete.... abartig wer das isst.
Nur noch Eier aus Freilandhaltung und alles ist perfect.
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rk schrieb:
am 20. Februar 2012 um 06:45:16
Lachhaft
Traurig, wie unwissend die Mehrheit hier ist.
Das ganze Öko-Gefasel ist nicht mehr zu ertragen. Weg mit den Grünen und den
Sozies. Die sind der Grund für Preissteigerungen!!!
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