Sie sind hier:

Klimawandel: Giftige Rotfeuerfische breiten sich im Mittelmeer aus

...

Giftige Rotfeuerfische breiten sich im Mittelmeer aus

28.06.2016, 09:53 Uhr | ts, dpa

Eigentlich ist der Rotfeuerfisch im Roten Meer beheimatet. (Quelle: dpa)

Eigentlich ist der Rotfeuerfisch im Roten Meer beheimatet. (Quelle: dpa)

Der Klimawandel macht sich auch im Meer bemerkbar. Die exotischen und giftigen Rotfeuerfische breiten sich im Mittelmeer aus. Innerhalb eines Jahres haben sie fast die ganze Südostküste von Zypern besiedelt. Sie gefährden die Artenvielfalt.

Die Raubfische sind eigentlich im Roten Meer und im Indischen Ozean zuhause. Sie fühlen sich wegen der steigenden Wassertemperaturen im Mittelmeer immer wohler. Dies schreiben Forscher im Fachmagazin "Marine Biodiversity Records". Zuvor habe es nur wenige Sichtungen im Mittelmeer gegeben. Die Wissenschaftler stützen sich unter anderem auf Angaben von Tauchern und Fischern.

Gift kann Menschen gefährlich werden

Die bis zu etwa 35 Zentimeter großen Rotfeuerfische ernähren sich von Fisch und Krustentieren. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber. Die Strahlen der Rückenflosse enthalten ein Gift, das auch Menschen gefährlich werden kann. Sie können sich sehr schnell vermehren und dann die Artenvielfalt gefährden.

Neues Risiko durch erweiterten Suez-Kanal

Besonders mit Blick auf den erst kürzlich erweiterten Suez-Kanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet, sollten Maßnahmen ergriffen werden. Eine weitere Invasion der Tiere müsse vermieden werden, sagte Meeresbiologe Jason Hall Spencer in einer Mitteilung der Universität Plymouth.

Quelle: ts, dpa


© Ströer Digital Publishing GmbH 2017

Anzeige
shopping-portal