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Klimawandel: Kühler Pazifik bremst Klimaerwärmung;

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Studie: Kühler Pazifik bremst Klimaerwärmung

28.08.2013, 17:51 Uhr | dpa

Klimawandel: Laut einer Studie scheint die Klimaerwärmung derzeit eine Pause einzulegen. (Quelle: Chad Ehlers/dpa)

Laut einer Studie scheint die Klimaerwärmung derzeit eine Pause einzulegen. (Quelle: Chad Ehlers/dpa)

Die Klimaerwärmung scheint derzeit eine Pause einzulegen. Forscher in den USA machen dafür natürliche Temperaturschwankungen im tropischen Pazifik verantwortlich. Trotzdem kann laut Forschern keine Entwarnung gegeben werden. Denn die Klimaerwärmung ist nicht gestoppt. Wird der Klimawandel nicht aufgehalten, kann der Meeresspiegel in den kommenden Jahrhunderten sogar mehrere Meter ansteigen. Städte in Küstennähe und ganze Inselstaaten könnten dann versinken.

Klimaerwärmung ist nicht gestoppt

Die scheinbare Pause der globalen Erwärmung lässt sich nach einer US-Studie mit natürlichen Temperaturschwankungen im tropischen Pazifik erklären. Das schließen die Klimaforscher Yu Kosaka und Shang-Ping Xie vom Scripps-Institut für Ozeanographie der Universität von Kalifornien aus ihren Simulationsrechnungen. Im britischen Fachjournal "Nature" stellen sie ein angepasstes Klima-Rechenmodell vor, das die beobachtete Temperaturentwicklung wiedergibt.

Forscher sprechen von überraschender Entwicklung

Trotz des rasanten Anstiegs der Treibhausgase in der Atmosphäre scheint die Klimaerwärmung gegenwärtig eine Pause einzulegen. Seit rund 15 Jahren ist die Temperatur der bodennahen Luft im weltweiten Mittel nicht mehr nennenswert gestiegen. Diese überraschende Entwicklung hat kein Klima-Rechenmodell vorhergesehen. Forscher rätseln über die Gründe, Klimawandel-Skeptiker fühlen sich bestätigt. 

Pazifik ist derzeit ungewöhnlich kühl

Natürliche Schwankungen im Klimasystem können den Klimawandel jedoch zurzeit überdecken, wie die Autoren erläutern. Das derzeit ungewöhnlich kühle Oberflächenwasser des östlichen äquatorialen Pazifik kühlt demnach die Atmosphäre und bremst so den globalen Temperaturanstieg. Die Ursache für die Abkühlung des tropischen Pazifik ist zwar noch nicht geklärt, schreiben die Klimaforscher. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es sich um eine natürliche Schwankung handelt.

Wenn dem so ist, werde sich die globale Erwärmung nach dem Ende der kühlen Phase des Meeres fortsetzen, prognostizieren die Wissenschaftler. Ähnliche Phasen sind auch künftig möglich. 

Östlicher Pazifik beeinflusst Lufttemperatur

Die beiden Experten hatten ein Klimamodell mit der anomalen Oberflächentemperatur des östlichen äquatorialen Pazifik gefüttert. Obwohl dieser nur rund acht Prozent der Erdoberfläche bedeckt, kann er die Lufttemperatur weltweit beeinflussen. Die Weltmeere speichern rund 90 Prozent der zusätzlichen Wärme. Und die Wassertemperatur in den oberen 2.000 Metern ist nach den Daten der US-Ozeanforschungsbehörde NOAA in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen, auch während der scheinbaren Klimawandelpause.

Sommer werden heißer

Das modifizierte Rechenmodell reproduziert nun nicht nur die beobachtete Pause der globalen Erwärmung, sondern auch regionale und saisonale Phänomene, berichten die Forscher. So werden etwa die Sommer auf der Nordhalbkugel weiterhin heißer, während es in den Monaten November bis April kühler wird. Dies gibt auch das Modell wieder, wenn auch weniger ausgeprägt als in den Messdaten. 

Für Eurasien gelten die Berechnungen nicht

Zudem findet sich die deutliche Abkühlung in Nordwestamerika ebenso in dem modifizierten Klimamodell wieder wie verlängerte Dürreperioden in den südlichen USA, schreibt das Team. Für Eurasien stimmt die Modellrechnung allerdings nicht so gut mit den regionalen Messungen überein, was vermutlich an einer internen Klimavariabilität unabhängig von der Entwicklung in den Tropen liegt.

Quelle: dpa


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