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Kohle - Wissenswertes zu diesem klassischen Brennstoff

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Kohle: Wissenswertes zu diesem klassischen Brennstoff

27.10.2011, 12:02 Uhr | hf (CF)

Kohle ist noch immer einer der wichtigsten Brennstoffe in Deutschland und hat eine lange Tradition. Sie war der Motor der Industrialisierung und wurde zur Dampferzeugung bei Dampfmaschinen eingesetzt. Als in Deutschland die erste Eisenbahnlinie in Betrieb genommen wurde, wurden die Dampflokomtiven mit Kohle angetrieben.

Kohle: Entstehung im Moor

Kohle besteht überwiegend aus Kohlenstoff, je nach Sorte aus etwa 60 bis 90 Prozent. Weitere Bestandteile des Brennstoffs sind Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel. Entstanden ist Kohle aus abgestorbenen Pflanzenteilen, die in Sumpfwäldern auf den Boden gesunken sind und dann im Moor luftdicht eingeschlossen wurden. Unter Druck wurde die Feuchtigkeit heraus gepresst, und der chemische Prozess der Umwandlung von Torf in Kohle konnte beginnen. Bei diesem Prozess, der Inkohlung genannt wird, entsteht zunächst Braunkohle. Mehr Druck und mehr Hitze führten zur Entstehung der Steinkohle vor etwa 280 bis 350 Milionen Jahren.

 (Quelle: imago)

(Quelle: imago)

Brennstoff wird gepresst

Braunkohle wird vor der Verwendung gemahlen und getrocknet, ansonsten muss Kohle nicht weiter aufgearbeitet werden. Um Koks zu erhalten, wird die Kohle in der Kokerei in einem speziellen Ofen erhitzt, um ihr die flüchtigen Bestandteile zu entziehen. Koks wird als Brennstoff in der Eisen- und Stahlindustrie benötigt, und wird dort schon seit dem sechzehnten Jahrhundert verwendet. Auch die Verwendung in Heizkesseln von Wohnhäusern war lange üblich.

Ressourcen für 200 Jahre

Die weltweiten Reserven für den Brennstoff werden derzeit auf 783,1 Milliarden Tonnen geschätzt, so eine Informationsseite auf waermepumpe-installation.de. Bei gleichbleibendem Verbrauch würden die Vorkommen noch für etwa 200 Jahre reichen. Die größten Lagerstätten liegen in den USA, Russland, China, Indien, der EU und in Australien. In Deutschland lagern die Steinkohlevorräte allerdings in so großen Tiefen, dass der Aufwand zu groß wäre, sie zu fördern. Die Kosten würden das Dreifache des Preises für Importkohle betragen. Verwendet wird der Brennstoff heute vorwiegend in der Stromerzeugung von Kraftwerken. Zum Beheizen von Wohnräumen wird sie nur noch in Einzelfällen verwendet. Ein recht großer Teil wird in Form von Koks in den Hochöfen zur Eisenherstellung eingesetzt.

Quelle: hf (CF)



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