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Kosmetik: In Kosmetika stecken winzige Plastikteilchen

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Plastik aus Kosmetika verschmutzt die Meere

06.11.2013, 14:58 Uhr | dpa/tmn , feelgreen.de

Umwelt: Plastik aus Kosmetika verschmutzt die Meere.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Plastik aus Kosmetika verschmutzt die Weltmeere. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie stecken in manchem Duschgel, in Zahnpasta, Make-up, aber auch in Sonnenschutzcremes : Winzige Plastikteilchen, sogenannte Nanopartikel. Über das Abwasser gelangen sie bis ins Meer und verschmutzen dieses. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), veröffentlicht daher in seiner Nanoproduktdatenbank die betroffenen Produkte.

Kleinste Plastik- und Metallpartikel in Kosmetika

Nanotechnologie bezeichnet laut Umwelt Bundesamt die Herstellung, Untersuchung und Anwendung von Strukturen, die in mindestens einer Dimension kleiner sind als 100 Nanometer. Das sind etwa Teilchen oder Schichten, die über 1.000 Mal dünner sind als der Durchmesser eines Menschenhaares. In diesem Zusammenhang ist auch immer öfter die Rede von sogenannten Nanopartikeln. Nanomaterialien sind kleinste Plastik- und Metallpartikel, erklärt Rüdiger Rosenthal vom BUND. Zudem sind diese Partikel derzeit vor allem für die Medizin und die Kosmetik von großem Interesse.

Auf der Verpackung ist nichts vermerkt

Daher werden Nanopartikel aufgrund ihrer Eigenschaften in vielen Bereichen und Produkten eingesetzt. Neben Duschgel und Zahnpasta stecken auch in Make-up und in Anti-Faltencremes sogenannte Nano-Aluminiumpartikel. Sie sollen dazu dienen, Falten zu kaschieren. Leider ist es unklar, wie viele Kosmetika mit Nanomaterialien bereits in Deutschland erhältlich sind, da es bisher keine Kennzeichnungspflicht gibt. Auch für Käufer ist nicht erkennbar, in welchen Produkten die winzigen Partikel enthalten sind.

Partikel gelangen in Seen und Flüsse

Auf unterschiedliche Weise geraten so Nanomaterialien aus unseren Alltagsprodukten direkt oder indirekt in die Umwelt. Über das Abwassersystem gelangen sie in Seen, Flüsse, Meere sowie in unser Grundwasser.

Damit Verbraucher nicht weiter zur Müllansammlung in den Ozeanen beitragen, sollten sie daher auf Produkte mit sogenannten Nanomaterialien verzichten, empfiehlt Rüdiger Rosenthal.

Verzichten Sie auf Plastik

Rosenthal rät Verbrauchern außerdem, auf Plastik zu verzichten, wann immer sie können. Im Supermarkt sollten sie lieber zur Papiertüte greifen - noch besser sind Stoffbeutel. Der meiste Müll im Meer stammt vom Land, sagt Rosenthal. "Jedes Stück Plastik im Meer kommt vom Menschen, deshalb ist jeder selbst beteiligt."

Unzählige Plastikpartikel treiben im Meer

Nach Angaben des UN-Umweltprogramms treiben auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche rund 13.000 Plastikpartikel. Auf der internationalen Meeresmüllkonferenz in Berlin wurde beraten, was getan werden kann, damit nicht immer mehr Fische und Vögel winzige Plastikpartikel schlucken. Denn die kleinen Teilchen schaden nicht nur den Tieren, sondern landen über den Fischkonsum auch im Körper der Menschen.

Quelle: dpa/tmn , feelgreen.de


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