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Lebensmittel: So erkennen Sie Bio-Lebensmittel

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Verbraucher sollten bei Bio-Siegeln genauer hinschauen

19.08.2013, 15:00 Uhr | dpa/tmn

Lebensmittel: Das grün-weiße EU-Bio-Logo steht für die Einhaltung von Mindeststandards. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

Das grün-weiße EU-Bio-Logo steht für die Einhaltung von Mindeststandards. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

Supermarktkunden sehen sich aber oft einer verwirrenden Vielfalt von Bio-Siegeln gegenüber. Ob Mindeststandards eingehalten werden, lässt sich aber leicht erkennen. So erkennen Sie zertifizierte Bio-Lebensmittel.

EU-Bio-Logo: Weiße Sterne auf grünem Grund

Viele Supermärkte und Discounter haben Bio-Lebensmittel im Sortiment - mit einer verwirrenden Vielfalt von Siegeln auf den Verpackungen. Eindeutig erkennen Verbraucher Bio-Ware an dem EU-Bio-Logo, einem stilisierten Blatt aus zwölf weißen Sternen auf grünem Grund, erklärt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Viele Produkte führen gleichzeitig auch das deutsche Bio-Siegel, ein weiß-grünes Sechseck mit der Aufschrift Bio. "Diese Siegel sind der Mindeststandard für Bio-Lebensmittel."

Unterschiedliche Richtlinien für Bio-Siegel

Noch strengere Richtlinien etwa zum Tierschutz oder zur Verarbeitung haben die anerkannten Anbauverbände Biokreis, Bioland, Biopark, Ecoland, Ecovin, Demeter, GÄA, Naturland und Verbund Ökohöfe. Deren Siegel sind ebenfalls auf der Packung zu finden. "In der EG-Bio-Verordnung sind zum Beispiel deutlich mehr Zusatzstoffe erlaubt als etwa bei Bioland und Demeter", sagt Krehl. 

Bio-Ware im Discounter deutlich günstiger

Deutlich zeigen sich die Unterschiede auch bei der Tierhaltung: Halter von Masthühnern zum Beispiel dürften der EG-Bio-Verordnung zufolge höchstens 580 Tiere pro Hektar und Jahr halten. Bei Bioland und Demeter sind es nur 280 Tiere auf der gleichen Fläche und im gleichen Zeitraum. "Das macht sich im Preis deutlich bemerkbar", sagt Krehl. Bio-Ware im Discounter ist deutlich günstiger, weil sie nur die Mindeststandards erfüllt. Produkte mit dem Kennzeichen der Anbauverbände kosteten entsprechend mehr. 

Bei Siegeln genauer hinschauen

Viele Supermärkte und Discounter bieten auch eigene Bio-Handelsmarken mit dem EU-Logo an, zum Beispiel Edeka die Marke "Biowertkost", Lidl 2Bioness" und Rossmann "enerBio". Manche Konzerne gehen über die Mindeststandards hinaus und lassen ihre Ware nach den Richtlinien der Anbauverbände erzeugen. Das ist Krehl zufolge etwa bei der Marke "Rewe Bio" von Rewe der Fall, die daher auch das Logo von Naturland trage. "Man muss immer genau hinschauen, welche Kriterien dem Produkt zugrunde liegen", rät sie. 

Verbraucher sollten sich nicht blenden lassen

Nicht blenden lassen sollten sich Verbraucher von Begriffen, die Bio-Ware suggerieren, ohne dass die Produkte wirklich bio sind. Das kann zum Beispiel bei Hinweisen wie "alternativ", "naturgedüngt", "kontrollierter Anbau" oder "naturnahe Verfahren beim Umweltschutz" der Fall sein.

Zuverlässig auf ökologischen Ursprung lässt sich Krehl zufolge nur bei den durch die EG-Öko-Verordnung geschützten Begriffen wie "Öko", "ökologisch", "Bio", "biologisch", "aus kontrolliert ökologischem/biologischem Anbau" oder "organic" schließen. 

Quelle: dpa/tmn


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