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Messcontainer "Caribic" nach Weltreise wieder in Deutschland

29.11.2012, 11:16 Uhr | dpa/Lufthansa/t-online.de

Der Klimaforschungscontainer "Caribic" wird in Mainz ausgeladen (Quelle: dpa)

Der Klimaforschungscontainer "Caribic" wird in Mainz ausgeladen (Quelle: dpa)

Nach einer Weltreise von zwei Millionen Kilometern ist der Klimaforschungscontainer "Caribic" im Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz angekommen. Das mobile Messgerät zeichnete an Bord eines Lufthansa-Airbus mit hochempfindlichen Geräten die Konzentration von mehr als 50 Substanzen wie Aerosole, Ozon, Kohlenmonoxid und Treibhausgasen auf.

Atmosphärenforscher hoffen, aus den gesammelten Daten mehr über den Klimawandel und seine Folgen zu erfahren.

Seit Dezember 2004 ist das fliegende Observatorium rund einmal pro Monat im Dienste der Wissenschaft unterwegs. Es umrundete bereits Dutzende Male die Erde. An Bord des Airbus A340-600 "Leverkusen" absolvierte das Labor nun seine 80. Reise.

Forschungsinstitute aus fünf europäischen Ländern haben den Messcontainer gemeinsam entwickelt. Bei den Flügen misst das Gerät in acht bis zwölf Kilometern Höhe verschiedene Gase und Partikelverbindungen.

Ein spezielles Einlasssystem am Außenrumpf des Flugzeugs macht die Analyse im Flug möglich. Auch Proben können genommen werden. Der 1,5 Tonnen schwere Messcontainer bringt von jedem Flug auch 116 Luftproben mit, die über bestimmten Regionen genommen werden.

Die Daten, die so gesammelt werden, helfen, eine sensible Region der Atmosphäre besser zu verstehen: die Grenzschicht zwischen Troposphäre und Stratosphäre. Die hier stattfindenden Prozesse sind äußerst komplex und beeinflussen die Strahlungsbilanz der Atmosphäre und damit auch das Erdklima.

Nach Angaben der "Lufthansa" kehrte der Airbus diesmal aus Kuala Lumpur zurück. Diese Route sei für die Forscher besonders interessant. Der Flug über die Tropen liefere Daten aus der sogenannten "Waschküche der Atmosphäre". Aus den dicht besiedelten Ballungsräumen Asiens gelangten nicht nur viele Spurengase in die Atmosphäre. Hier würden sie auch besonders schnell abgebaut und mit dem Regen ausgewaschen, angetrieben durch die hohen Temperaturen und die intensive Sonnenstrahlung.

Einen Sondereinsatz hatte der "Caribic"-Container im April 2010 nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull. Damals wurde er auf drei außerplanmäßige Messflüge geschickt, um die Aschekonzentration der Vulkanwolke über Europa zu bestimmen.

Quelle: dpa/Lufthansa/t-online.de

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