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Methan-Ausstoß von Rindern durch Kraftfutter geringer?

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Methan-Ausstoß von Rindern durch Kraftfutter geringer?

16.09.2013, 11:43 Uhr | af (CF)

Die schlechte Klimabilanz von Rindern wird meistens auf den hohen Methan-Ausstoß der Tiere zurückgeführt. Dieser kann zwar über das Futter reguliert werden, ist aber nicht die einzige Ursache für die Treibhauswirkung der Rinderhaltung.

Methan-Ausstoß variiert je nach Futter

Laut einer Studie des "World Wide Fund of Nature" (WWF) verursacht alleine die Landwirtschaft bis zu elf Prozent der Treibhausgase in Deutschland, so der Rundfunksender "3sat". Die Methanproduktion der Rinder resultiert aus dem Wiederkäuen, wobei die Menge des Methans von der Zusammensetzung des Futters abhängig ist. Wenn das Getreide, das die Tiere fressen, einen hohen Anteil an ungekeimten Körnern und Fett enthält, verringert sich der Methan-Ausstoß der Rinder – und zwar um etwa 20 Prozent.

Klimabilanz: Lachgas-Produktion gravierender

Die schlechte Klimabilanz der Rinderhaltung hat ihren Grund allerdings nicht nur in der Methanproduktion der Tiere. Durch die Produktion von Futtermittel wie Soja oder Getreide entsteht Lachgas, dessen Treibhauswirkung viel höher ist als die von Methan. Deshalb lässt sich durch die Produktion von rohproteinhaltigem Mischfutter zwar der Methan-Ausstoß verringern, die Klimabilanz aber nicht wirklich verbessern. Letztendlich ist es nämlich nicht die Ernährung der Rinder, die die Probleme überwiegend verursacht, sondern der weltweit hohe Fleischkonsum. Nur, wenn dieser zurückgeht, kann dies dauerhaft zu einer Reduzierung Treibhausgase führen, wie eine Studie der Universität Cambridge herausstellt.

Quelle: af (CF)


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