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Möbel bekommen künftig Schadstoffsiegel

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Neues Siegel klärt über Schadstoffe in Möbeln auf

26.01.2015, 12:19 Uhr | dpa-tmn

Ist ein Möbelstück mit der Emissionsklasse A ausgezeichnet, gilt es als schadstoffarm. (Quelle: dpa)

Ist ein Möbelstück mit der Emissionsklasse A ausgezeichnet, gilt es als schadstoffarm. (Quelle: dpa)

Wer sich neu einrichten möchte, achtet beim Möbelkauf auf den Preis, die Optik und den Komfort. Viele Verbraucher wünschen sich aber auch eine schadstofffreie Wohnung. Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat ein neues Label entwickelt, das über den Grad der Schadstoffbelastung von Möbeln aufklärt.

"Das Label dient als Orientierung für den Verbraucher", sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. Es soll Möbelkäufer ab sofort vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen.

Möbel der Emissionsklasse A sind schadstoffarm

Die geprüften Möbel werden auf bestimmte Substanzen hin getestet und in die Klassen A bis D eingestuft. Ist ein Möbelstück mit der Emissionsklasse A versehen, bedeutet das, dass es den strengen Anforderungen an die Grenzwerte des RAL-Gütezeichens "GZ 430" gerecht wird. Sind Möbel mit einem D ausgezeichnet, entsprechen sie den gesetzlichen Grenzwerten.

Label ähnelt Kühlschrank-Siegel

Das Label orientiert sich optisch am EU-Energie-Label, mit dem etwa Kühlschränke und Waschmaschinen in Effizienzklassen eingeteilt werden. Beide verwenden eine Farbskala, die von Grün bis Rot reicht. Die DGM vergibt außerdem bereits ein Prüfsiegel namens "Goldenes M". Es richtet sich ebenfalls nach den Anforderungen des RAL-Gütezeichen "GZ 430" - neben Schadstoffarmut steht es unter anderem aber auch für Stabilität und Langlebigkeit.

Möbel müssen regelmäßige Prüfungen bestehen

Wollen Möbelhersteller das neue Emissionslabel auf Dauer tragen, müssen alle ausgezeichneten Möbel in den ersten drei Jahren jährliche und danach zweijährige Folgeprüfungen bestehen. Die Grenzwerte wurden laut DGM mit Prüfinstituten wie dem TÜV Rheinland, dem Eco-Institut und dem Umweltbundesamt abgestimmt. Das Label ist für Möbelhersteller nicht verpflichtend. Rund ein Dutzend Hersteller tragen das Label bereits.

Quelle: dpa-tmn


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