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Naturschutz: Obama will weltgrößtes Meeresschutzgebiet schaffen

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Obama will weltgrößtes Meeresschutzgebiet schaffen

18.06.2014, 10:10 Uhr | AFP

Nur ein kleiner Teil der Ozeane ist derzeit geschützt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nur ein kleiner Teil der Ozeane ist derzeit geschützt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

US-Präsident Barack Obama hat zum Kampf gegen illegale Fischerei geblasen und will im Pazifik das weltweit größte Meeresschutzgebiet einrichten. "Wenn wir unseren Meeren die Ressourcen rauben, dann zerstören wir nicht nur einen der größten Schätze der Menschheit", sagte Obama in einer Videobotschaft für eine zweitägige Konferenz in Washington. "Dann schneiden wir auch eine der größten Quellen für Nahrung und Wirtschaftswachstum ab."

Obama kündigte mehrere Programme gegen die Überfischung und Umweltverschmutzung an. So soll im Pazifischen Ozean nahe Hawaii ein Meeresschutzgebiet auf drei Millionen Quadratkilometer ausgeweitet werden. Damit wäre dieses Gebiet fast so groß wie Indien. Neben der Fischerei wären dann auch Öl- oder Gasbohrungen in dem gigantischen Areal verboten. Bevor das Gebiet endgültig festgelegt werde, wolle man mit den betroffenen Ländern und Parteien beraten, erklärte das Weiße Haus.

Nur ein kleiner Teil der Ozeane ist geschützt

Auf der Konferenz sagten die Geber 1,4 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) für den Kampf gegen Übersäuerung, Verschmutzung und Überfischung der Meere zu. Derzeit sei nur ein kleiner Teil der Ozeane geschützt, sagte US-Außenminister John Kerry. Mehr müsse getan werden, aber die Konferenz sei ein "großartiger Start".

Obama erklärte, er habe seine Regierung beauftragt, eine "nationale Strategie gegen die Schwarzmarkt-Fischerei auszuarbeiten". Laut Kerry sollen in den USA bald nur noch nachhaltig und rückverfolgbar gefischte Fische und Meeresfrüchte verkauft werden. Einem kürzlich veröffentlichten Bericht zufolge kommen in den USA derzeit 20 bis 32 Prozent der wild gefangenen Fische aus illegalen Quellen.

Obama wird von Umweltschützern gelobt

Bei Umweltschutzgruppen stießen Obamas Ankündigungen auf große Zustimmung. Die Organisation Oceana lobte eine "praktische Lösung für ein hässliches Problem". Die Initiative werde "unser Denken über Fische und Meeresfrüchte für immer verändern", erklärte Oceana-Kampagnendirektorin Beth Lowell.

Quelle: AFP


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