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18 Tonnen Abfall für einen Goldring

15.01.2012, 12:19 Uhr | Yvonne Vavra

Nicht nur die Hände werden bei der Verarbeitung von Gold dreckig – es entstehen auch 18 Tonnen Abfall. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur die Hände werden bei der Verarbeitung von Gold dreckig – es entstehen auch 18 Tonnen Abfall. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ökologisch Einkaufen im Hofladen des Dorf-Bauern ist für viele Menschen mittlerweile selbstverständlich. Auch beim Kauf von Kosmetika wird immer öfter auf die biologische Herkunft geachtet. Aber wie viele Schäden der Umwelt für die Gewinnung von Gold zugefügt wurden, ist den wenigsten bewusst. Wir sagen Ihnen, was Sie beim ökologischen Einkaufen beachten sollten und klären Sie über verschiedene Umweltsiegel auf.

Gold ist der Umweltschädling Nr. 1

Ein goldener Ring kostet ein Vermögen. Die Umwelt kostet es die Gesundheit, denn bei der Gewinnung von zehn Gramm Gold – etwa so viel, wie man für einen Ring benötigt – entstehen 18 Tonnen Abfall. Nicht zu vergessen: Natürliche Lebensräume werden zerstört, gefährliche Chemikalien eingesetzt, und in den Gesteinen enthaltene Schadstoffe können ins Grundwasser gelangen. Die Verarbeitung von Edelsteinen und -metallen zählt zu den umweltschädlichsten Produktionsprozessen der Welt.

Unser Tipp: Unter anderem verweist das Markenzeichen 5C der Initiative Fair Trade in Gems and Jewelry auf umweltverträgliche Herstellung. Fragen Sie Ihren Juwelier nach der Herkunft der Edelsteine.

Keine Chemie für Haut und Umwelt

Für die Herstellung von Pflegeprodukten werden riesige Mengen an Pflanzenauszügen und Ölen benötigt. Das ökologische Problem besteht in dem Anbau in Monokulturen, die sich über weite Flächen in den Erzeugerländern – meist Asien, Lateinamerika und Afrika – erstrecken. Oft muss für diese Plantagen Regenwald weichen, und mit ihm viele Tier- und Pflanzenarten. Weitere Probleme bei Kosmetika sind synthetische Duftstoffe und Erdölprodukte sowie chemische Konservierungsmittel.

Unser Tipp: Der Kauf von Kosmetika aus biologischem Anbau hilft, das ökologische Gleichgewicht zu erhalten. Achten Sie auf das BDIH-Siegel, das Neuform-Siegel und das Europäische Umweltzeichen.

Weniger Energie, mehr Recycling

Gerade mit dem Kauf von Haushaltsgeräten kann jeder einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten, denn die Unterschiede in der Energieeffizienz sind immens. Außerdem bieten einige Hersteller eine kostenlose Rücknahme alter Geräte zur Wiederverwertung, garantieren eine dauernde Ersatzteilversorgung, verzichten bei der Verarbeitung auf bestimmte Schadstoffe oder achten auf eine recyclinggerechte Konstruktion – alles wichtige ökologische Kriterien.

Unser Tipp: Kaufen Sie nur Geräte mit Energieeffizienzklasse A+++ oder A++. Achten Sie auf den Blauen Engel oder das Europäische Umweltzeichen.

Schadstofffreie Kinderzimmer

Wer umweltfreundliches Spielzeug kaufen will, denkt sicher schnell an Holzspielzeug. Doch oft trügt der Eindruck: Lösungsmittelhaltige Lacke und schadstoffreiche Farben machen den ökologischen Vorsprung des Rohstoffes zunichte. Zudem beteiligt sich ein Teil der Spielzeughersteller an der Vernichtung der Regenwälder. Organisationen für Fairen Handel setzen sich daher für den ausschließlichen Einsatz von schnell wachsenden Hölzern ein, etwa Gummibaum oder Mango.

Unser Tipp: Das Siegel Spiel gut prüft Spielwaren unabhängig von der Wirtschaft unter anderem auf die Umweltverträglichkeit bezüglich Material und Langlebigkeit. Gelabelte Produkte sind zudem PVC-frei.

Eine Branche zerstört das Klima

Baumwolle gilt als einer der größten Verursacher von Umweltschäden. Zehn Prozent der Pestizide der Welt werden ausschließlich für Baumwollpflanzen eingesetzt. Leider sind aber auch Chemie- und Kunstfasern nicht sehr umweltfreundlich, da die Stoffe nicht biologisch abbaubar sind. Außerdem entstehen bei der Produktion Stickoxide, die zum Klimawandel beitragen. In der Textilbranche geht es um jeden Cent, und produziert wird dort, wo die Umweltstandards gering sind.

Unser Tipp: Achten Sie bei Textilien auf die zahlreichen Öko-Siegel. Sehr strenge Kriterien haben das Naturtextil-Zeichen und das Siegel Öko-Tex Standard 100plus.

Das Handy verdrängt den Regenwald

Ein Handy besteht aus sehr vielen kleinen, sehr komplexen Bauteilen. Und so leider auch aus vielen giftigen Bestandteilen, die später als Elektro-Schrott das Grundwasser verseuchen. Coltan-Erze, die für die Speicherung elektrischer Ladungen gebraucht werden, sind besonders umweltschädlich. Überwiegend werden sie in Kongo abgebaut, wo Wälder und vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen riesigen Coltan-Minen weichen müssen.

Unser Tipp: Der Blaue Engel zeichnet Handys aus, die recyclinggerecht konstruiert sind, vom Hersteller zur Wiederverwertung zurückgenommen werden und weder in Bauteilen noch in Verpackung Gifte enthalten.

Umweltverschmutzung geht auf keine Tierhaut

Schuhe, Gürtel, Hosen, Taschen – viele Lederwaren sind in zweierlei Hinsicht ökologisch bedenklich. Der erste Punkt betrifft die oft unwürdige Haltung der Tiere, die ihre Haut für das Leder lassen. Zweitens werden bei der Verarbeitung der Häute oft Gifte eingesetzt, um die rohen Tierhäute zu konservieren. Oft ist zudem schon die Tierhaut selbst durch Insektizide oder Düngemittel belastet.

Unser Tipp: Kaufen Sie nur Leder, das als umweltverträglich und chromfrei gekennzeichnet ist - etwa Leder, das rein pflanzlich oder mit Rauch gegerbt wurde. Das Europäische Umweltzeichen kennzeichnet Schuhe aus umweltfreundlicher Produktion.

Kein Gift in die Vase

Die Deutschen sind Europas größte Blumenliebhaber: Mehr als drei Milliarden Euro geben sie jedes Jahr für Schnittblumen aus. Natur in der Stube ist schön, allerdings leidet die Natur darunter: 81 Prozent der hier verkauften Blumen stammen aus dem Ausland, zum Großteil aus Südamerika und Afrika. Und hier werden die Blumen meist stark mit Pestiziden belastet – abgesehen davon, dass auf den Blumenfarmen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen.

Unser Tipp: Es gibt viele Siegel, die Menschen- und Umweltverträglichkeit bei der Schnittblumenproduktion auszeichnen. Weit verbreitet ist das Siegel des Flower Label Programs und das Fairtrade-Siegel.

Quelle: Raufeld

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Kommentare (34)

zum Forum

Thema: "Ökologisch Einkaufen"

Bruno schrieb: am 10. März 2012 um 12:29:49
Gold
Gleich nach dem Alkohol ist Gold die schlimmste legale Droge der Menschheit, die jährlich Tausenden Menschen das Leben kostet !!!!

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Ikke schrieb: am 16. Februar 2012 um 20:00:37
Gold
Treffen sich zwei Planeten, sagt der eine zum anderen:" Du, ich hab die Menschen." Darauf der andere: "Das geht vorbei"

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Stop-EUSSR schrieb: am 16. Februar 2012 um 18:35:15
Grüne sind Umweltschädling Nr. 1 - nicht Gold!
Ja super, dass die Ökofaschisten kurz vor dem Untergang unseres Finanzsystems nun Gold als
Umweldfeind Nr. 1 ausmachen. Verkauft es nur - dann steht ihr nach dem Zusammenbruch unseres Finanzsystems nackig da und wir sind Euch endlich los :-). Ihr könnt ja sicher vom Quecksilber in den Energiesparlampen leben. Also, nur zu. Mir solls recht sein.
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