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Rendite bei nachhaltigen Geldanlagen - Wirtschaftlichkeit zählt

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Rendite bei nachhaltigen Geldanlagen: Wirtschaftlichkeit zählt

29.12.2011, 09:54 Uhr | af (CF)

Seit einiger Zeit gibt es sogenannte "nachhaltige" Geldanlagen, bei denen nicht nur die zu erwartende Rendite eine Rolle spielt, sondern auch das Kriterium der Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Die Wirtschaftlichkeit ist jedoch auch bei Öko-Geldanlagen nicht zu vernachlässigen.

So funktionieren nachhaltige Geldanlagen

Um Rendite und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen, werden bei der Zusammenstellung der Geldanlagen Unternehmen ausgewählt, die nach dem Aspekt der Governance sowie bestimmten sozialen und ökologischen Kriterien am besten abschneiden. Hierbei wird häufig nach dem „Best-in-Class“-Ansatz vorgegangen und darauf geachtet, dass unterschiedliche Branchen abgedeckt werden. In nachhaltigen Aktienfonds finden sich unter anderem Anteile von Unternehmen aus der Solarenergie, Windradbauern, Herstellern umweltfreundlicher Reinigungsmittel und vielem mehr.

Rendite bei nachhaltigen Geldanlage. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rendite bei nachhaltigen Geldanlage. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Risiken nachhaltiger Geldanlagen

Vielen Anlegern geben nachhaltige Anlagen das gute Gefühl, ethisch verantwortungsbewusst zu handeln. Dennoch ist auch hier, wie bei jeder anderen Form der Geldanlage, letztendlich die Rendite entscheidend. Laut "Wirtschaftswoche" lässt sich generell sagen, dass das Risiko hier etwas höher ist als bei Fonds, die nicht nach Nachhaltigkeitskriterien verwaltet werden. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Branchen ist es schwieriger, die Risiken zu streuen und Verluste in einem Segment mit Gewinnen in den anderen wieder auszugleichen. Zudem müssen zwangsläufig auch kleinere Unternehmen ins Portfolio aufgenommen werden, die grundsätzlich stärkeren Kursschwankungen unterliegen. Bei der Rendite ist eine Überperformance daher ebenso möglich wie Verluste im zweistelligen Bereich.

Nicht jede Anlage ist wirklich umweltfreundlich

Verbraucher sollten sich vor dem Abschluss einer vermeintlich nachhaltigen Geldanlage informieren, welche Unternehmen tatsächlich im Portfolio enthalten sind. Nicht wenige Anleger reagierten verstört, als sie erfuhren, dass in einigen Öko-Fonds auch Anteile des Ölkonzerns "BP", der die Katastrophe im Golf von Mexiko auslöste, und sogar des Betreibers des japanischen Unglücksreaktors, der "Tepco", enthalten waren. Im Interesse einer möglichst hohen Rendite gibt es in der Regel keine schwarze Liste mit Geschäftszweigen, die kategorisch ausgeschlossen werden – auch nicht Firmen aus der Waffen- oder Tabakbranche. Doch selbst wenn es im Geschäft mit nachhaltigen Anlagen gelegentlich zu einem Etikettenschwindel („Greenwashing“) kommt, halten Experten eine pauschale Kritik daran für überzogen.

Quelle: af (CF)


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