17.12.2011, 11:01 Uhr | hadiet
Der erste solarbetrieben Skilift der Welt geht in der Schweiz in Betrieb. (Quelle: Skilift Tenna)
Viel Aufregung in den Schweizer Alpen: Der erste solarbetriebene Skilift der Welt ist "vom Netz" gegangen. Mitte Dezember 2011 nahm das 1,35 Millionen teure Projekt seinen Skibetrieb auf. Und es hat mehr zu bieten, als die bloße Selbstversorgung: Mit der aufgebrachten Solaranlage können nicht nur der Lift, sondern auch etwa 15 Haushalte im angrenzenden Dorf mit Strom versorgt werden.
Die Schweizer sind nicht auf den Kopf gefallen und das gilt auch für die Nachhaltigkeit im eigenen Lande. Im kleinen Dorf Tenna (Safiental) hat man sich deshalb etwas Besonderes ausgedacht, um sich in der Region auch in Sachen nachhaltiger Tourismus besser zu positionieren: den ersten solarbetriebenen Skilift der Welt. Der Lift selbst ist nur 450 Meter lang – die dazu gehörigen präparierten Pisten belaufen sich aber auf 4,5 Kilometer.
"Die zündende Idee bestand darin, ein Projekt zu lancieren, das Nachhaltigkeit für die Bevölkerung bringt, aber auch für die ganze Region. Da ist es naheliegend, die Ressourcen vor Ort zu nutzen – das ist in diesem Fall die Sonne.", sagt Felicia Montalta, Projektleiterin der "Enjoy Switzland im Berggebiet" gegenüber Strom TV. Auch Edi Schaufelberger, Präsident der Skilift-Genossenschaft Tenna zeigt sich begeistert: " Wir wollten etwas Innovatives umsetzen, einen Mehrwert am Lift und etwas, was ökologisch zur Region passt – die Solarenergie."
Die Idee ist simpel wie bestechend: Es wurden 82 Panels mit je drei Photovoltaik-Zellen über dem Lift auf Stahlseite montiert und beweglich gelagert, berichtet Benedikt Arquint, der Projektleiter des Umbaus. Diese Panels werden morgens in einem 90°-Grad-Winkel zur Sonne ausgerichtet und wandern im Laufe des Tages mit dem Licht. "Das erhöht den Wirkungsgrad der Photovoltaik-Anlage um 20 Prozent."
Über das gesamte Jahr werden mit der Anlage rund 90.000 Kilowattstunden (kWh) produziert. In den drei Wintermonaten, in denen der Skilift in Betrieb ist, werden davon aber nur 22.000 Kilowattstunden benötigt. Der überschüssige Strom wird darüber hinaus ins öffentliche Netz eingespeist. Ist es einmal stark bewölkt, wird wiederum Strom aus dem Netz gezogen, um den Lift in Betrieb zu halten.
Der Strom, der ab und an aus dem Netz gezogen werden muss, ist natürlich Ökostrom, betont Schaufelberger. Das Dorf werde sowieso mit Energie von einem Wasserkraftwerk gespeist, doch für den Lift habe man sich explizit für Solarstrom entschieden.
Photovoltaik schön und gut, aber was ist, wenn es schneit? Kein Problem für das clevere System. Wenn der Schnee auf die Solaranlage rieselt, reagieren die eingebauten Ultraschallsensoren und kippen die Panels bei Bedarf zur Seite, so dass der Schnee herunterrutscht, erklärt Monteur Mike Gienuth gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Ob sich die Technik unter realen Bedingungen bewährt, wird man bald sehen.
Quelle: feelgreen.de
Rechner schrieb:
am 18. Februar 2012 um 12:25:44
Amortisierung
... wenn man die Investition 1,35 Mio € nimmt und gegen den gewonnenen Strom rechnet (15 Haushalte + 1 450m Lift =
1600€/Monat), dann ist dieses Projekt ein Fass ohne Boden, das wenn überhaupt die Zinsen für das aufgenommene Geld erwirtschaftet.
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arie schrieb:
am 28. Januar 2012 um 14:46:37
solarstrom
vielleicht sollten wir mal den test machen nicht 450 meter, sontern 45.000 meter Schiennetz überdachen.!
und so konstruieren
das,wenn es mal schneit oder regent es trockengepustet wird von vorbeifahrende Zug.
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Zahlenfresser schrieb:
am 14. Dezember 2011 um 18:56:30
Zweifel
an den Zahlen habe ich nicht. Wenn in der Schweiz der abgegebene Strom nicht wie bei uns teurer ist als der aus dem Netz gezogene,
sollen sie das machen. 1,35 Mio was überhaupt? Steht nicht da. Und das für 450 m Schlepplift, der die Möglichkeit für 4,5, km Pisten bietet. Tolle Sache, wenn die Sonne scheint. Ich zweifle an den Zahlen nicht!Die Schweizer sind ja sehr sonnig. Da machen die auch in der Nacht Strom.
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