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Sicher spenden: DZI Güte-Siegel zeigt, dass Geld tatsächlich bei den Bedürftigen ankommt

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Sicher spenden mit dem DZI Güte-Siegel

28.09.2011, 13:53 Uhr

Wohltätige Organisationen mit DZI-Güte-Siegel setzen Spenden dort ein, wo sie wirklich benötigt werden.

Wohltätige Organisationen mit DZI-Güte-Siegel setzen Spenden dort ein, wo sie wirklich benötigt werden.

Die aktuelle Hunger-Katastrophe in Afrika erfordert Hilfe aus aller Welt, denn Dürre und Hitze trocknen das Land aus und entziehen der Bevölkerung die Lebensgrundlage. Natürlich sind hier die großen Hilfsorganisationen gefragt, um den Menschen am Horn von Afrika das Leben zu sichern. Dort wird das Leid der Menschen größer und größer und mittlerweile leiden 12 Millionen Menschen Hunger. Besonders betroffen sind Somalia, Kenia, Uganda, Äthiopien, Dschibuti und Eritrea. Selbst in den meist überfüllten Flüchtlingslagern fehlt es an Trinkwasser, Nahrungsmitteln und medizinischer Hilfe. Wer den Menschen dort helfen möchte, befindet sich aber nicht allzu selten in einem Gewissenskonflikt: Kommt das Geld auch tatsächlich dort an, wo es so nötig gebraucht wird? Eine berechtigte Frage. Und genau hier hilft das Gütesiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Organisationen, die dieses Siegel tragen sorgen dafür, dass Ihr Geld auch tatsächlich bei den Bedürftigen ankommt.

"Zeichen für Vertrauen"

Das DZI verleiht seit November 1991 sozialen und karitativen Organisationen das DZI Spenden-Siegel. Eine Prüfung durch das Institut muss von Organisationen allerdings selbst beantragt werden und ist nicht kostenfrei. Ist die Überprüfung positiv verlaufen, bedeutet dies: Hier werden Spendengelder sparsam und satzungsgemäß verwendet, die Seriosität der Organisation muss nicht angezweifelt werden. Das DZI selbst nennt sein Spenden-Siegel „das Zeichen für Vertrauen“. Kriterien für die wirtschaftliche und sparsame Mittelverwendung sind: Die Werbe- und Verwaltungsausgaben betragen höchstens 30 Prozent der jährlichen Gesamtausgaben. Die Ausgaben für Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit betragen im Regelfall höchstens 30 Prozent der jährlichen Sammlungseinnahmen.

Hier wird Schummeln schwierig

In den ersten 13 Jahren wurde das DZI Spenden-Siegel ausschließlich an humanitär-karitative Organisationen verliehen. Das änderte sich im Jahr 1994, seitdem können sich alle gemeinnützigen Organisationen beim DZI bewerben, auch Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Doch wer einmal das Siegel erhalten hat, kann sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn die Spendenorganisationen müssen jährlich beweisen, dass sie zurecht das Spenden-Siegel tragen. Und wer sich einen Patzer erlaubt und den Kriterien des DZI nicht mehr entspricht, bekommt kurzerhand "das Zeichen des Vertrauens" auch wieder aberkannt.

Alle Auskünfte möglich

Nur ein Siegel allein sagt natürlich nichts über die saubere Arbeit einer Hilfsorganisation aus. Aufgrund der hohen Kosten, die bei der Prüfung berappt werden müssen, können sich kleine Organisationen das Verfahren einfach nicht leisten. Doch für diese Fälle hat das DZI eine Lösung parat: In Deutschland kann jeder Interessierte Informationen über Spenden sammelnde Organisationen aus den Bereichen Soziales, Umwelt und Naturschutz beim DZI einholen. Natürlich auch über Organisationen, die das Siegel nicht tragen. Diese Einzelauskünfte können aber nur schriftlich eingeholt werden und sind nicht über das Internet zugänglich. Wer sich einen kompletten Überblick über die Spendenlandschaft machen möchte, kann sich im jährlich erscheinenden "DZI Spendenalmanach" schlau machen. Dort werden alle Organisationen mit DZI Spenden-Siegel mit einem Kurzportrait veröffentlicht.



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