Sie sind hier:

Stromsparen, Bahnfahren und Co.: Die größten Öko-Mythen

...

Die größten Öko-Mythen

18.04.2013, 12:42 Uhr | vb, feelgreen.de

Stromsparen, Papiertüten und Co.: Wir decken die größten Öko-Mythen auf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Stromsparen, Papiertüten und Co.: Wir decken die größten Öko-Mythen auf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ist Bahnfahren ökologischer als Autofahren? Schädigen Plastiktüten die Umwelt mehr als die Alternative aus Papier? Die Liste an Umwelt-Irrtümern ist lang. Wir stellen die bekanntesten Öko-Mythen vor und sagen Ihnen, was wirklich dran ist.

Papiertüten nicht automatisch die bessere Wahl

Wer glaubt, dass Papiertüten grundsätzlich umweltfreundlicher sind als Plastiktüten, irrt gewaltig. Es kommt wesentlich darauf an, wie oft die Tüte benutzt wird. Die Plastikvariante wird meist wiederverwendet, während die Papiertüte sofort im Müll landet. Unterm Strich schneidet die Plastiktüte in Punkto Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit daher besser ab. Die ökologisch beste Wahl sind allerdings Stoff-Tragetaschen. Sie sind robust und am längsten nutzbar.

Bahn kann eine ziemliche CO2-Schleuder sein

Bahnfahren wird häufig als umweltfreundlichste Reisemöglichkeit angepriesen. Mit 2,3 Litern auf 100 Kilometern scheint der Spritverbrauch und damit der CO2-Ausstoß pro Mitfahrer zunächst auch deutlich geringer als bei anderen Reisealternativen wie Flugzeug oder Auto. Doch diese Rechnung geht nicht immer auf. Vor allem veraltete Züge sind richtige CO2-Schleudern. Zudem erobern Reisebusgesellschaften verstärkt den Markt. Und diese schlagen mit einem Verbrauch von einem Liter Diesel auf 100 Kilometer die Bahn deutlich, wie Gregor Hintz von "MeinFernbus.de" erklärt. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass sich bei wenig ausgelasteten Zügen und Bussen der Spritverbrauch und damit der CO2-Ausstoß pro Kopf deutlich erhöht. Hier zeigt sich, dass die Sache mit der Ökobilanz eine recht knifflige Angelegenheit ist.


Ökobilanz ist schwer zu erfassen

Der Grund dafür, dass wir vielen Öko-Mythen erliegen, ist, dass in der Regel kein direkter Vergleich zwischen den verschiedenen Optionen und Produkten möglich ist. So sind manche Produkte hinsichtlich der Produktion zwar unökologischer als manch andere, dafür aber umweltfreundlicher in der Entsorgung oder dem Recycling. Es kommt also auf den gesamten Lebenszyklus an, nicht nur auf die Entstehung eines Produktes.

Achten Sie auf Herkunft und Biosiegel

Wer bewusster konsumieren, gesünder leben und die Umweltbilanz nachhaltig verbessern möchte, kommt um einen bewussteren Einkauf nicht herum. Biosiegel und Inhaltsstoffe der Produkte müssen sorgfältig gelesen werden.

Machen Sie sich Transportwege bewusst

Doch auch mit dem gesunden Menschenverstand lassen sich einfache Kaufentscheidungen treffen: Wer sich für Bio-Äpfel aus Neuseeland entscheidet, sollte bedenken, dass nicht nur der kontrolliert biologische Anbau für den Kauf ausschlaggebend ist, sondern auch der umweltschädigende Transport von über 23.000 Kilometern mit Flugzeug und Schiff.

Zuhause.de:Neue Energiesparlampe ohne Quecksilber entwickelt
Zuhause.de:Die wirksamsten Kniffe beim Stromsparen
Zuhause.de:Feinstaub bei Kaminöfen – dieser Fehler macht jeden Ofen zum Klimakiller

Quelle: vb, feelgreen.de


© Ströer Digital Publishing GmbH 2017

Anzeige
shopping-portal