03.01.2012, 09:47 Uhr
Trauriger Rekord: 23 Tonnen Elfenbein wurden im Jahr 2011 sichergestellt. (Quelle: Reuters)
Ein trauriger Rekord für Elefanten: Mit über 23 Tonnen wurde im Jahr 2011 weltweit mehr illegales Elfenbein bei großen Beschlagnahmungen (über 800 Kilogramm) sichergestellt als jemals zuvor. Dies teilt TRAFFIC mit, die internationale Artenschutzorganisation und Tochtergesellschaft des WWF. Hinter dieser Zahl stehen mindestens 2500 getötete Dickhäuter. Insgesamt liegt die Zahl der toten Tiere noch höher, denn die Gesamtmenge des beschlagnahmten Elfenbeins steht noch nicht fest.
Hunderte von kleinen Beschlagnahmungen (unter 800 Kilogramm) sind noch nicht registriert. Es ist davon auszugehen, dass 2011 auch die bisherigen Gesamtmengen sprengen wird. Hier liegt der Rekord bei 35 Tonnen im Jahr 2009. "2011 war ein furchtbares Jahr für die Elefanten", bilanziert Tom Milliken von TRAFFIC.
Die Zunahme an sichergestelltem Elfenbein spiegelt die intensivierten Aktivitäten des illegalen Elfenbein-Handels wieder. Grund dafür ist laut Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland, der boomende Elfenbein-Markt in Asien. Besonders in wirtschaftlich aufsteigenden Ländern dient Elfenbein als Statussymbol und modisches Accessoire.
Das konfiszierte Elfenbein stammt meist aus Ost- und Zentralafrika und gelangt vorwiegend auf dem Seeweg nach Asien. Die kriminellen Schmugglerbanden werden immer professioneller und wechseln die Route ständig, um möglichst unentdeckt zu bleiben. Ihre Zielorte sind meist China und Thailand.
Da in Thailand der Handel mit Elfenbein partiell erlaubt ist, benutzen die Schmuggler das Land als Zwischenstation. Das afrikanische Elfenbein wird dort umgepackt oder verarbeitet und dann als "thailändisches" Elfenbein exportiert. Dadurch wird die afrikanische Herkunft verschleiert.
Um den kriminellen Banden das Handwerk zu legen, müssten die Behörden endlich mehr Verantwortung übernehmen. Dazu TRAFFIC-Experte Milliken: "Da die Schmuggler selbst bei großen Beschlagnahmungen selten verhaftet und verurteilt werden, stehen sie am Ende als Gewinner da."
Quelle: WWF
Tembo schrieb:
am 30. Januar 2012 um 12:30:48
Elfenbein
Habe viele Jahre meines Lebens in Ostafrika, Sambia, und Botswana gelebt. In Ostafrika war ich Jahre im Wildschutz mit den
Wildhütern unterwegs und habe auch geschossen. "Jäger", Wilderer zu jagen und zu töten ist leider notwendig, sicherlich aber kein Vergnügen. In Kenia sind die Wilddiebe überwiegend Somalis. In Botswana müßte geculled werden, dort ist der Teufel los, die Elefanten verhungern und darben vor sich hin. Die Natur entlang Chobe ist verwüstet. Wo bleibt die Verantwortung?
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Ilona schrieb:
am 30. Januar 2012 um 11:01:22
Elfenbein
Kater: Du hast Recht. Und ich denke, das wird auch so kommen.
Denn der Mensch wird nie anders werden.
Und der ach so kluge Mensch
denkt dabei überhaupt nicht an seine Brut, weder an Kinder, noch an Enkel. Die werden die Rechnung präsentiert bekommen. Wenn es doch nur einen Gott gäbe, der Mitleid mit allen Kreaturen dieser Erde hat.
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Jäger schrieb:
am 10. Januar 2012 um 22:59:59
Elfenbein
Würde gerne diese Elefantenmörder jagen - das wäre eine feine aufregende Jagd
mit Menschenköpfgen als Trophäen!
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