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Unbeschwert genießen mit Fairtrade-Schokolade;

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Unbeschwert genießen mit Fairtrade-Schokolade

04.10.2012, 12:15 Uhr | mp (CF)

Fairtrade-Schokolade ist vielleicht nicht jedem ein Begriff. Doch der Kauf von Schokolade mit fairen Konditionen für die Kakaobauern ist eine gute Sache. Mit Fairtrade-Schokolade unterstützen Sie gerechte Preise und den Kampf gegen Kinderarbeit.

Die süße Versuchung der Kinderarbeit 

Wenn die Schokolade bei uns in den Supermarktregalen liegt, denken viele vielleicht nicht immer unbedingt darüber nach, wie diese Schokolade hergestellt wurde. Die Kakaobauern in Brasilien oder der Dominikanischen Republik müssen ihre Ernte oftmals zu Wucherpreisen an die großen Konzerne verkaufen und erhalten dafür einen Hungerlohn.

Fairtrade-Schokolade im Supermarkt: Achten Sie auf die "Fairtrade"-Siegel. (Quelle: dpa)

Fairtrade-Schokolade im Supermarkt: Achten Sie auf die "Fairtrade"-Siegel. (Quelle: dpa)

Diese Art der modernen Ausbeutung schlägt sich auch auf die Kinder nieder. Zwar wird Kinderarbeit oftmals verschwiegen, doch viele Kinder müssen in der Familie bei der Ernte von Kakaobohnen helfen und können in den seltensten Fällen eine Schule besuchen. Der Kauf von Fairtrade-Schokolade soll diesen Vorgängen entgegenwirken.

"Die Einnahmen durch Fairtrade steigern die Lebensqualität von mehr als 10.000 Bauern, die von ihren kleinen Kakaofeldern abhängig sind und viel Mühe und Arbeit in den Anbau stecken", so Felicia Evangelista del Rosario, Mitglied der Kakao-Kooperative Conacado, laut "fairtrade-deutschland.de". 

Faire Preise für Kakaobauern

Die Fairtrade Labelling Organizations - kurz FLO - garantiert den Bauern einen Mindestabnahmepreis und somit auch ein festes Einkommen. Zudem erhalten die Mitarbeiter von kooperierenden Plantagen den gesetzlichen Mindestlohn und profitieren unter anderem von Schutzkleidung, bezahlten Urlaub und sozialer Vorsorge. 

Im Gegenzug müssen die Bauern den festgelegten Fairtrade-Standards nachkommen. Diese beinhalten unter anderem das Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit - Kinder unter 15 Jahren dürfen nicht auf den Plantagen arbeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten müssen garantiert sein, die Kinder müssen zur Schule gehen und es müssen beispielsweise auch Tarifverhandlungen und Versammlungsfreiheit gegeben sein. 

Fairtrade-Schokolade - ökologisch wertvoll

Ein weiterer festgesetzter Grundsatz ist die ökologische Landwirtschaft. Diese Richtlinien verbieten beispielsweise die Nutzung gentechnisch veränderter Organismen, die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit sowie die Reduzierung des Einsatzes von Agrochemikalien im konventionellen Anbau. Fairtrade-Produkte sind allerdings nicht zwangsläufig auch immer Bio-Produkte. Der Anbau auf biologischer Basis wird zwar unterstützt, aber noch nicht von allen Bauern umgesetzt.

Andersrum sollten Sie auch im Hinterkopf behalten, dass Bio-Schokolade nicht gleich auch Fairtrade-Schokolade bedeutet. Achten Sie beim Kauf auf das Transfair-Logo. Nur so können Sie sicher sein, dass es sich bei der Schokolade auch um Kakao aus fairem Anbau handelt. Wenn hinzu auch noch das Bio-Siegel abgedruckt ist, sind Sie komplett auf der sicheren Seite.

Derzeit steigen auch die Absätze von Fairtrade Schokolade. Allerdings liegt der Marktanteil in Deutschland immer noch unter einem Prozent. Daher sollte besonders die Schokoladen-Industrie dazu aufgefordert sein, "sich stärker für nachhaltige und faire Arbeitsbedingungen im Kakaosektor zu engagieren", sagt Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair auf "fairtrade-deutschland.de". Kinderarbeit unterbinden und faire Löhne unterstützen - mit dem Kauf von Fairtrade-Schokolade können Sie einen guten Anfang machen.

Quelle: mp (CF)


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