14.02.2012, 07:47 Uhr
Rosen zum Valentinstag: Viele der Blumen sind gesundheitsschädlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Der Valentinstag ist für viele Männer ein Anlass, der Liebsten mal wieder einen richtig schönen Strauß roter Rosen zu schenken. Doch die Valentins-Klassiker belasten aufgrund der temporären Preiserhöhungen nicht nur den Geldbeutel – der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) hat nach einer Untersuchung auch vor Gesundheitsschäden durch die Blumen gewarnt.
Kurz vor dem Valentinstag am 14. Februar hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor dem Kauf von herkömmlich angebauten Rosen gewarnt. Acht von zehn untersuchten Sträußen enthielten krebserregende und hormonell wirksame Pflanzenschutzmittel, teilte der Verband am Sonntag in Berlin mit, der eine entsprechende Analyse in Auftrag gegeben hat. Die Blumen stammten aus fünf Supermärkten und zwei Blumenketten in Berlin, die ihre Produkte jedoch auch bundesweit verkaufen, sowie drei kleineren Geschäften. Pestizidfrei seien lediglich die Rosen von zwei kleinen Blumenläden gewesen.
"Einige der von uns gefundenen Pestizide können der Gesundheit der Kundinnen und Kunden erheblich schaden", sagte BUND-Pestizidexperte Tomas Brückmann. Vor allem seien aber die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Herkunftsländern der Rosen stark gefährdet. Der größte Teil der in Deutschland verkauften Blumen werde in Afrika unter teils unsozialen und umweltschädlichen Bedingungen herangezüchtet.
Rund 90 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen stammen von holländischen Großhändlern. Der Hauptteil davon kommt wiederum aus afrikanischen oder lateinamerikanischen Ländern. Dort erlauben die klimatischen Bedingungen die ganzjährige Blumenzucht ohne zusätzliche Beheizung oder künstliches Licht, wie dies in europäischen Gewächshäusern erforderlich wäre. Die Blumenindustrie profitiert in Entwicklungsländern nicht selten auch von billiger Kinderarbeit, niedrigen Löhnen, geringen Umweltauflagen oder fehlender behördlicher Kontrolle.
Wie der BUND berichtet, werden auf den Blumenplantagen in der Dritten Welt oft hochgiftige Pestizide eingesetzt, die in Europa verboten sind. Sie vergiften Böden und Gewässer, bedrohen den Viehbestand und ruinieren die Gesundheit der Menschen. Auch in deutschen Geschäften wird die genaue Herkunft der Blumen zumeist verschwiegen. Der Kunde erfährt weder etwas über ihre Produktionsbedingungen noch über mögliche chemische Belastungen.
Eine Alternative seien laut BUND Blumen mit Ökosiegel, vergeben unter anderem vom Flower-Label-Programm oder der Handelsorganisation Transfair. Sie werden unter deutlich besseren sozialen und ökologischen Bedingungen herangezüchtet. Doch auch ganz andere Geschenke eignen sich sehr gut für den Valentinstag. Außerdem wird empfohlen per E-Mail elektronische Postkarten mit der Botschaft "Küsse statt Gift" oder sonstige E-Cards zu versenden.
Quelle: dpa
Agathe C. schrieb:
am 6. März 2012 um 18:34:45
Rosen
Schade. Zu spät. "Der Krebsblumenstrauß" wäe
auch ein schöner Titel gewesen, nicht wahr, Cora?
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Engel schrieb:
am 29. Februar 2012 um 13:32:56
Geldschneider
Man kann sich auch in den Rhythmus der Natur zurück finden und lernen, die Erde - wieder - zu wertschätzen, indem man lernt,
bewußter mit allen Materialien umzugehen. Das Leben ist durchaus lebenswert!
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fogasch schrieb:
am 13. Februar 2012 um 12:06:37
Krebserregende Rosen
Vielleicht sollte ich meiner Exfrau einen Grßen Strauß schenken >Sarkasmus aus
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