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Vogelgrippe grassiert auch am Bodensee

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Vogelgrippe grassiert auch am Bodensee

09.11.2016, 10:41 Uhr | dpa

Vogelgrippe: Enten im Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried, das an den Bodensee  angrenzt. (Quelle: dpa)

Ihnen droht Gefahr durch Vogelgrippe: Enten im Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried, das an den Bodensee angrenzt. (Quelle: dpa)

Der Verdacht hat sich bestätigt. Auch bei Wildvögeln am Bodensee ist die gefährliche Variante der Vogelgrippe vom Typ H5N8 ausgebrochen. Kurz davor war der Erreger schon in Schleswig-Holstein aufgetreten.

Nach Angaben des Agrarministeriums in Baden-Württemberg hat das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) für Tierseuchen die Verdachtsfälle bestätigt. Nahe Konstanz am westlichen Bodenseeufer waren mehr als 30 tote Reiherenten gefunden worden.

Die hochpathogene Variante H5N8 wird auch als Geflügelpest bezeichnet. Für Geflügel ist der Erreger sehr ansteckend. Das Risiko für Menschen gilt dagegen als sehr gering. Der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Minister Peter Hauk (CDU) will in Kürze über das weitere Vorgehen informieren.

Stallpflicht für Geflügel im Norden

In Schleswig-Holstein gilt seit dem Ausbruch der Vogelgrippe eine Stallpflicht für sämtliches Geflügel. Auch aus Polen, Kroatien und Ungarn wurden Vogelgrippe-Fälle gemeldet. Unklar ist allerdings noch, ob es einen Zusammenhang zwischen allen Ausbrüchen gibt und es sich um die gleiche Virusvariante handelt.

Seit November 2014 wurden hochpathogene H5N8-Viren in mehreren Geflügelbetrieben in Deutschland und anderen europäischen Ländern entdeckt. Infektionen von Menschen mit diesen Viren sind laut FLI bislang weltweit nicht nachgewiesen worden. Eine Ansteckung über infizierte Lebensmittel ist nach Auskunft des Bundesinstituts für Risikobewertung "theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich".

Quelle: dpa



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