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Was versteht man unter einer nachhaltigen Geldanlage?

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Was versteht man unter einer nachhaltigen Geldanlage?

31.10.2011, 12:24 Uhr | kf (CF)

Nachhaltigkeit spielt für viele Anleger beim Investieren heutzutage eine wichtige Rolle. Was aber genau eine nachhaltige Geldanlage ist, wissen viele Menschen gar nicht genau.

Nachhaltige Geldanlagen: Moralische Ansprüche steigen

Dass es mitunter schwierig ist, nachhaltige Geldanlagen zu definieren, liegt daran, dass der Begriff der Nachhaltigkeit eine subjektive Komponente beinhalten kann. Was für manchen vertretbar ist, bereitet anderen beim Investieren der Ersparnisse vielleicht moralisches Kopfzerbrechen. Dennoch ist es nicht unmöglich, nachhaltige Geldanlagen zu definieren: Relevant sind Punkte wie Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte. Generell geht es dem Informations-Portal tinto.de darum, dass Anleger ihr Geld in Produkte investieren, bei denen Mittel verwendet werden, um ein System dauerhaft zu erhalten. Umweltschutz, die Nutzung regenerativer Energien und die Unterstützung sozialer Institutionen können ebenso eine Rolle spielen wie die Schonung der Ressourcen für kommende Generationen.

Bewusstsein beim Investieren wächst

Wichtig ist bei einer nachhaltigen Geldanlage auch, dass die Unternehmen, in die investiert wird, nicht zur Atomkraftbranche gehören. Auch sind Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen tabu. Tierschutz und Gentechnik-Verzicht sind hingegen Punkte, die beim nachhaltigen Investieren berücksichtigt werden.

Dass nachhaltige Geldanlagen längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, bestätigt auch das Finanzportal nachhaltiges-investment.com. Dort verweist man auf eine Definition der UN-Kommission aus dem Jahr 1987. Danach geht es vor allem um dauerhaft und langfristig ausgelegte Anlageformen. Rendite und Sicherheit sind zwar auch bei einer nachhaltigen Geldanlage wichtig, die genannten sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien sind aber gleichermaßen eingebunden.

Viele neue nachhaltige Anlagemöglichkeiten

Aufgrund der neuen Produkte wie Indices, Aktien und Fonds bleibt die Rendite mittlerweile nicht mehr auf der Strecke bei nachhaltigen Geldanlagen. So genannten Nachhaltigkeitsbanken haben sich auf entsprechende Angebote spezialisiert. Ob Sie als potentieller Investor eher dem sozialen oder ökologischen Fokus vorziehen, müssen Sie nicht grundsätzlich selbst entscheiden – es gibt Anlageformen, bei denen auf eine Kombination aus beidem geachtet wird.

Die oft angeratene Diversifizierung, die Streuung von Investitionsrisiken, ist dank der wachsenden Produktvielfalt auch dann möglich, wenn Sie eine nachhaltige Geldanlage suchen, um Ihr Erspartes zu investieren. Wenn Sie sich allerdings nicht mit jeder einzelnen potentiellen Anlagemöglichkeit auseinandersetzen wollen oder unerfahren sind, können Sie auch in so genannte Nachhaltigkeitsfonds investieren. Die Anbieter übernehmen in diesem Fall die Mittel-Verteilung im Sinne der Anleger.

Quelle: kf (CF)


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