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Waschmittel: Welches Waschmittel ist das richtige?

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Viele Waschmittel sind überflüssig

15.04.2013, 09:50 Uhr | tze

Waschmittel: Welches Waschmittel ist das richtige? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Waschmittel: Welches Waschmittel ist das richtige? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie viele Waschmittel braucht ein gewöhnlicher Haushalt? Ist Pulver besser als Flüssigwaschmittel? Und wie wäscht man umweltschonend? Wir klären auf, welche Waschmittel und Waschzusätze überflüssig sind und wo Kostenfallen lauern.

Welche Waschmittel wirklich nötig sind

Im Grunde braucht man nur drei Arten von Waschmitteln. Die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt ein Vollwaschmittel für Weißes, ein Colorwaschmittel für Buntes und ein Feinwaschmittel für Wolle und empfindliche Textilien.

Waschmittel für Schwarzes und Jeans sind überflüssig

Tatsächlich sind die Supermarktregale aber voll von Spezialwaschmitteln. Egal ob für schwarze Kleidung, für empfindliche weiße Wäsche, für Jeans und für verschwitzte Sportkleidung, für jede Kleidung gibt es das passende Produkt. Außerdem werden Weichspüler und antibakterielle Zusätze für "hygienisch saubere" Wäscheangepriesen. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale kann man sich das Geld für diese Mittel sparen. Spezialwaschmittel für schwarze oder dunkle Kleidung schützen die Farben nicht besser als normales Flüssigwaschmittel für Buntes. "Überflüssig" lautet auch das Urteil für ein Jeans-Waschmittel.

Pulver-Waschmittel wäscht gründlicher

Doch was macht die Kleidung sauberer? Pulver- oder Flüssigwaschmittel? Laut Verbraucherzentrale wäscht Pulver gründlicher. Zwar habe sich die Waschkraft flüssiger Colorwaschmitteln inzwischen verbessert, allerdings verursachten sie oft einen Grauschleier. Deshalb empfehlen die Verbraucherschützer Colorwaschpulver für farbige Textilien.

Weichspüler und "hygienische Reinheit" belasten die Umwelt

Durch Zusätze für "hygienische Reinheit" belastet man nicht nur die Umwelt mit Chemikalien. Der übermäßige Einsatz von Antibiotika macht Bakterien resistent. Der Umwelt zuliebe sollte man auch auf Weichspüler verzichten, der kuschelweiche Wäsche verspricht. Für die Sauberkeit der Wäsche ist er unnötig. Lange Zeit galten Weichspüler als große Umweltsünde, weil sie schwer abbaubare Tenside enthielten. Mittlerweile würden weniger schädliche Substanzen verwendet, sagt die Verbraucherzentrale Hamburg, trotzdem seien Weichspüler eine unnötige Umweltbelastung: "Wir raten daher von Weichspülern ab. Für weiche Wäsche sorgt auch das Trocknen im Freien oder ein Wäschetrockner."

60-Grad-Wäsche ist unnötig

Auch Hygienespüler sind nicht notwendig, sagt Professor Werner Solbach, Mikrobiologe am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene in Lübeck, in der NDR Sendereihe "Die größten Verkaufslügen". In unserer Kleidung stecken in der Regel harmlose Keime. Daher reicht bei normal verschmutzter Wäsche ein Vollwaschmittel aus, um Bakterien abzutöten. Auch Waschen bei hohen Temperaturen sei nicht nötig, rät der Experte. Ein Waschgang bei 30 oder 40 Grad reiche vollkommen aus.

Hat jemand in der Familie allerdings eine ansteckende Krankheit, empfiehlt der Mikrobiologe die Wäsche separat und bei 60 Grad zu waschen. Ein weiterer Tipp: Hängen Sie die Wäsche im Freien auf, denn Keime mögen keine Sonne und werden von den UV-Strahlen abgetötet.

Wie man das günstigste Waschmittel findet

Es lohnt sich, Preis, Inhalt und Waschmenge zu vergleichen. Denn am Supermarktregal sollte bei allen Waschmitteln der Kilopreis angegeben sein. Für wie viele Waschmaschinenladungen der Packungsinhalt reicht, gibt ein Wäschekorb mit einer Zahl auf der Verpackung an. Die Verbraucherzentrale rät von XXL-Packungen ab und empfiehlt stattdessen Kompaktpulver: "Waschmittel in Großpackungen enthalten unnütze Füllmittel und müssen höher dosiert werden."

Quelle: tze

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