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Wie umweltfreundlich sind nachhaltige Anlagen wirklich?

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Wie umweltfreundlich sind nachhaltige Anlagen wirklich?

29.12.2011, 09:55 Uhr | in (CF)

Nachhaltige Geldanlagen sind für umweltfreundliche Anleger meist nicht nur wegen der zu erwartenden Rendite interessant. Sie geben Investoren das gute Gefühl, in ethischer Hinsicht korrekt zu handeln, und werden im Zuge des steigenden Umweltbewusstseins gerade bei Privatanlegern immer beliebter. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn die Anlage nicht hält, was sie verspricht.

Nutzen nachhaltiger Geldanlagen

Die Investition in umweltfreundliche Anlagen kann tatsächlich etwas bewirken. Das sieht man unter anderem am Beispiel der erneuerbaren Energien. Wurde der Sparte früher nur von Nischeninvestoren Kapital zur Verfügung gestellt, hat die wachsende Beliebtheit nachhaltiger Geldanlagen laut nachhaltigleben.de mittlerweile dazu geführt, dass in den letzten zehn Jahren rund 235 Millionen Euro in den Sektor geflossen sind, der demzufolge stark gewachsen ist. Durch Öko-Investments kann also ein echter Beitrag zur Schonung der fossilen Ressourcen geleistet werden.

Nicht alle Anlagen sind umweltfreundlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht alle Anlagen sind umweltfreundlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht alle Anlagen sind umweltfreundlich

In einer Studie von "Ökotest" zeigte sich allerdings, dass nicht alle vermeintlich nachhaltigen Geldanlagen wirklich umweltfreundlich sind. Das liegt zum einen daran, dass sich die Einstellung zu manchen Bereichen in letzter Zeit geändert hat. So fanden sich früher in zahlreichen Öko-Fonds Betreiber von Atomkraftwerken (in manchen sogar von der "Tepco", der Besitzerin des Unglücksreaktors in Fukushima), da Kernkraft als saubere Energie und das Risiko einer Katastrophe als überschaubar galt. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse von "Ökotest" haben viele Fonds Atomaktien aus ihrem Portfolio gestrichen.

Auf das Anlage-Portfolio achten

Zum anderen werden durch den „Best-in-Class“-Ansatz auch Unternehmen aufgenommen, die innerhalb ihres Sektors die besten Werte in puncto Nachhaltigkeit erzielen, selbst wenn die Branche als solche eher nicht als umweltfreundlich einzustufen ist. Auf diese Weise können Ölkonzerne und Autobauer, ja sogar Waffen- und Tabakhersteller sowie Tiermastbetriebe im Portfolio einer vermeintlich umweltfreundlichen Anlage landen. Auch Schönfärberei (englisch: „Greenwashing“) ist in der Branche leider kein Fremdwort. Der "NDR" empfiehlt daher, sich vor dem Abschluss einer nachhaltigen Geldanlage gründlich über die enthaltenen Unternehmen zu informieren. 

Quelle: in (CF)


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