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Windkraftanlagen im Wald: Vor- und Nachteile

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Windkraft aus dem Wald

26.07.2012, 10:51 Uhr | kf (CF)

Deutschland setzt auf die Energiewende und damit auch auf Windkraftanlagen. Um ideale Standorte für diese Energielieferanten zu erschließen, kommen immer öfter auch Waldgebiete infrage. Daraus resultieren Vorteile für den Menschen, aber auch Nachteile für die Natur.

Um die Energiewende zu bewältigen, ist auch der Einsatz von Windkraftanlagen entscheidend. Bundesländer wie Baden-Württemberg sehen eine ausreichende Stromversorgung bereits als gefährdet an. Dies führt so weit, dass die Region Energielieferungen aus Österreich in Erwägung zieht.

Windkraft im Wald: Vorteil Mensch, Nachteil Natur. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Windkraft im Wald: Vorteil Mensch, Nachteil Natur. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Um selbst mehr Energie zu erzeugen, sollen Windparks ihren Beitrag dazu leisten. Damit die riesigen Bauten aber keine Menschen stören, sollen sie immer häufiger fernab von Städten in Wäldern Energie produzieren. Immerhin ist Deutschland zu etwa 35 Prozent bewaldet und das bedeutet eine Menge vorteilhafter Nutzfläche.

Vorteile von Windkraftanlagen im Wald

Für den Menschen ergeben sich bei Windkraftanlagen im Wald mehrere Vorteile: In den abgelegenen Gebieten stören weder Geräusche noch der Schlagschatten der Rotoren. So sind im Vergleich zu Anlagen in besiedelten Räumen, wenn überhaupt, nur wenig Menschen von diesen Störfaktoren betroffen. Zudem erzielen bereits errichtete Windanlagen in Wäldern wirtschaftlich gesehen sehr gute Ergebnisse. Die Rotoren sind meistens so platziert, dass sie in der Regel über den Baumkronen wirbeln, um die notwendige Abholzung zu minimieren.

Naturschützer sehen Nachteil in Bedrohung von Tierarten

Natur- und Tierschützern ist allerdings die Gefährdung von Tieren und deren Lebensraum durch die Errichtung von Windkraftanlagen mehr als nur ein Dorn im Auge. Schließlich müssen die Verantwortlichen der Anlagen schon vor dem Transport der Einzelteile zum Einsatzort Wald abholzen und zerstören somit schon beim Errichten der Windkraftanlagen die natürliche Umgebung der Tiere.

Viele Fledermäuse lassen in den Rotoren der Anlagen ihr Leben und auch Schwarzstörche und die seltenen Rotmilane sind gefährdet. Letztere Vögel bemerken die riesigen Rotorblätter meist viel zu spät. Zwar ist ein gesetzlicher Abstand der Anlagen zu den Horsten dieser Tiere vorgeschrieben, doch wird diese Vorschrift in der Realität nicht immer eingehalten.

Quelle: kf (CF)


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